5 Seenlandpokal in Gauting

Am gestrigen Donnerstag wurde in Gauting das vierte Turnier des 5 Seenland-Pokals 2018 durchgeführt. Mit im Gepäck hatten Ralf und ich auch diesmal IM Thomas Reich. Ich selbst wollte ursprünglich einfach nur zum Zuschauen mitkommen, da ich mit dem ein oder anderen teilnehmenden Flegel ohne Kinderstube rechnete. Ich wurde jedoch positiv überrascht. Auch in Gauting blieb das bekannte Gesindel dem Turnier fern, was mich spontanen Anmeldung animierte. 😉

So war es für den Turnierleiter Alexander Fischer-Brandies eine leichte Aufgabe, alle Spieler sieben Runden lang durch das Turnier zu führen. Sehr aufmerksam wies er nach jeder Runde auch Spieler die sich Draußen aufhielten darauf hin, wann die nächste Runde stattfindet. Das hat er wirklich gut gemacht!

Etwas schade fand ich, dass der vorhandene Beamer nicht für die Auslosung und den Tabellenstand genutzt wurde. Trotzdem kam es zu keinen Wartezeiten und die Teilnehmer haben ihre Plätze schnell gefunden.

5 Seenlandpokal Gauting 2018

In der ersten Runde traf ich dann auf den einzigen Spieler im Feld, gegen welchen das Spielen nicht wirklich Spaß macht. Das liegt weniger an seinen etwa 1100 DWZ, sondern an den von Zigarettenqualm stinkenden Klamotten und der Tatsache, dass ich es schon öfter mitbekommen habe, dass dieser Spieler sich nach dem Toilettengang nicht die Hände wäscht. Ich glaube es gibt für einen Schachspieler kaum etwas Ekelhafteres, als mit diesem Wissen vor der Partie einem solchen Gegner die Hand zu reichen. Zum Glück kam es nicht dazu. Vielmehr wollte mein Gegner mehrmals vor Freigabe der Runde die Partie starten. Viermal musste ich ihn darauf hinweisen, dass noch keine Ruhe herrscht und die Runde noch nicht freigegeben ist.

Die Partie konnte ich Dank einiger Figureneinsteller meines Gegners ohne weitere Komplikationen recht schnell gewinnen. Nachdem mein Gegner die Partie aufgegeben hatte, stand er auf und verließ das Brett. Nachdem ich meine Figuren wieder in die Grundstellung brachte und die Uhr zurücksetzte, teilte ich ihm auf dem Weg nach Draußen noch mit, dass es sehr anständig wäre, wenn auch er seine Figuren für die nächste Runde aufbauen würde. Es sind diese recht simplen Dinge, welche es allen Teilnehmern und auch dem Turnierleiter einfacher machen.

Auch Ralf und Ritschi (IM Thomas Reich) konnten in der ersten Runde den vollen Punkt holen.

5 Seenlandpokal Gauting 2018

In der zweiten Runde musste ich dann mit den weißen Steinen gegen Thomas Sörgel ran. Es kam ein Franzose aufs Brett und mir gefiel was ich sah. In wohl ausgeglichener Stellung wurden fast alle Figuren getauscht und ich bot Remis, was mein Gegner ablehnte. Zu Recht, wie ich im weiteren Verlauf der Partie feststellen musste. Das Endspiel hat Thomas wirklich gut und sehr genau gespielt, womit er sich den Punkt absolut verdient hat.

Gegen Sebastian Finsterwalder hatte Ralf leider kein Glück. Sebastian ist schon eine ordentliche Hausnummer und, zumindest für unsereins, ziemlich schwer zu schlagen. Ritschi hatte hier mehr „Glück“ und konnte seinen zweiten Zähler auf dem Punktekonto verbuchen.

In der dritten Runde kam ich gegen Joachim Heinze. Es ist schon eine Weile her, dass wir in einem Turnier gegeneinander gelost wurden. Mit den schwarzen Steinen bekam ich einen Italiener vor die Nase gesetzt. Da ich weiß, wie zäh Joachim selbst mit weniger Material seine Stellungen verteidigt und ich Kräfte sparen wollte, bot ich nach wenigen Zügen Remis, was er direkt angenommen hat. Zwar hatte ich in meiner letzten Partie vor einigen Monaten noch leichtes Spiel gegen ihn und konnte schön Punkten, jedoch sind mir immer noch die vielen Partien der Vergangenheit gegen ihn in Erinnerung, in welchen ich krampfhaft auf Gewinn spielen wollte, er alles abtauschte und mir meine eigene Brechstange zum Verhängnis wurde. Remis geht gegen Joachim absolut in Ordnung.

Ralf einigte sich mit seinem Gegner Bernhard Vonach nach verwickeltem Kampf auf Remis. Hier war für Ralf allerdings mehr drin. In einem Turmendspiel hatte sein Gegner einen isolierten Zentrumsbauern, welche Ralf einfach nur belagern hätte müssen. Stattdessen zog er es vor, diesen Bauern direkt zu schlagen, was seinem Gegner die Gelegenheit gab, mit seinen Türmen auf die zweite Reihe einzudringen und den Bauern vorteilhaft zurückzugewinnen. Mit etwas Lavieren des Königs und einer Grundreihensicherung mit den eigenen Türmen, hätte Ralf das Eindringen der Türme verhindern können und gemütlich den isolierten Bauern von Schwarz aufs Korn nehmen können. Aber für einen Kibitz sieht alles immer so einfach aus 🙂

5 Seenlandpokal Gauting 2018

Ritschi hatte in Runde 3 schwere Kost zu verdauen. Achim Flemming war sein Gegner und dieser spielte über weite Strecken wirklich sehr gutes Schach. Selbst nach einem Bauerneinsteller von ihm war die Stellung noch ziemlich unklar mit beidseitigen Chancen. Allerdings gefiel mir, zumindest optisch, die Stellung von Achim besser. Als er, wohl in Zeitnot, dann noch einen Bauern eingestellt hatte, gab er die Partie auf. Trotzdem hat er die Partie ziemlich stark gespielt.

5 Seenlandpokal Gauting 2018

Ebenfalls stark war mittlerweile auch der Dunst und die schlechte Luft in dem Raum in dem wir spielten. Klar, 24 Schachspieler auf engem Raum ohne Möglichkeit zu Lüften geht nicht lange gut. Kam man von Draußen rein, offenbarte sich einem eine Wand aus Hitze und muffiger Luft, deren Sauerstoffanteil zur Schnappatmung animierten. Der in dieser Männersauna austretende Schweiß vieler Teilnehmer war dann praktisch der Genickschuss für jeden Frischluftliebhaber. Aber dieser Zustand war bei den Räumlichkeiten des Gautinger SC schon immer so und jeder wusste, was auf ihn zukommt.

In der vierten Runde ging es für mich dann einmal mehr gegen meinen Schach-Buddy Dieter Koch ans Werk. Aus der Eröffnung heraus habe ich ihn schnell überspielt, aber anstatt den Sack zuzumachen, wickelte ich mit zwei Mehrbauern ins Endspiel ab. Wie aus dem Nichts tat sich allerdings eine hübsche Taktik auf, mit welche Dieter, mal wieder, eine Figur gewann. Ich sammelte noch einen dritten Bauern ein und konnte mich recht gut halten. Noch einmal war das Stellungsglück dem Dieter hold, als sowohl er einen Bauern in eine Dame umwandeln konnte, als auch ich. Hier reichten dem Dieter ein paar Schachs, um mich meiner sauer verdienten Dame zu berauben. Ich hatte genug und gab die Partie auf. Wenn ich es nicht schaffe, nach der Eröffnung eine überragende Angriffsstellung mit zwei Mehrbauern zu einem Punkt zu verwerten, dann habe ich den Punkt auch nicht verdient.

Ralf musste gegen Uli ran. Eine tragische Partie. Beide waren in Zeitnot und es war für keinen ein Gewinn in Sicht. Ralf hatte die Chance auf ein Dauerschach, wollte aber um den vollen Punkt kämpfen und schlug die Möglichkeit aus. Nachdem er keine Fortschritte machen konnte, bot er Remis an. Das Remisangebot von Ralf lehnte Uli ab und zog nur noch mit dem Läufer hin und her, bis die Zeit vom Ralf abgelaufen war.

Ritschi hatte hingegen leichtes Spiel gegen Thomas Sörgel, welcher nach nur wenigen Zügen einen Läufer eingestellt hatte und direkt die Hand zur Aufgabe rüber reichte.

Gegen Bernhard Vonach konnte nun endlich meinen Vorteil nach der Eröffnung verwerten. In einer hoch taktischen Stellung sah es zunächst so aus, als ob Bernhard einen Bauern gewinnen konnte. Es würden anschließend forciert recht viele Figuren abgetauscht werden und mit einem Mehrbauern ins Endspiel zu gehen kann ja nicht schlecht sein. Hier hatte Bernhard die Taktik allerdings nicht weit genug berechnet, was dazu führte, dass ich am Ende neben dem Bauern auch noch die Qualität gewann. Der Rest war dann recht einfach.

Das Unglück blieb dem Ralf auch in dieser Runde treu. Gegen Florian Gerlach hatte er eine vielversprechende Stellung, jedoch unterlief dem Ralf ein schrecklicher Patzer, durch welchen er seinen Gegner praktisch nötigte, entweder die Dame zu gewinnen oder matt zu setzen. Kein Punkt für Ralf.

Ritschi hatte es erneut mit Sebastian Finsterwalder zu tun. Diesmal allerdings mit den schwarzen Steinen. Es kam ein Königsinder mit Lg5 aufs Brett. Auch hier ist Ritschi ein absoluter Eröffnungskenner. Nach der Partie teilte er mir auch mit , dass er die Lg5-Variante gegen Königsindisch nicht für vollwertig hält. Eine gute Möglichkeit für Sebastian, sich die Sache nochmal genauer anzuschauen. Der Punkt ging an Ritschi.

In Runde 6 bekam ich Ralfs Gegner aus der fünften Runde, Florian Gerlach als Gegner. Mit den weißen Steinen neutralisierte ich das Sizilianisch meines Gegner recht flott und er befand sich recht schnell in einer bekannten Variante, in welcher Schwarz strategisch einfach nur auf Verlust steht. Ein Bauer war auch schnell gewonnen und der schwarze König blank vor Entsetzen. Ich verstärkte meinen Angriff durch einen Turmzug auf die zweite Reihe und fühlte mich pudelwohl. Eine Sekunde später sah ich allerdings das Grauen, welches ich über meine Stellung mit diesem Zug gebracht habe. Durch das setzen des Turms auf die zweite Reihe, war meine Erste Reihe ungeschützt und mein Gegner konnte mich in 2 Zügen mit Dame und Springer matt setzen. Was habe ich nur angerichtet? Etwa eine Minute dachte mein Gegner nach, während ich nur ungläubig den Kopf schüttelte und vorhatte, das selbe mit der Hand meines Gegners zu tun, wenn er als Nächstes mit der Dame auf e1 das Schach gibt. So fasste Florian die Dame an und zog sie nach……f7. Wow! Da bin ich dem Matt gerade nochmal von der Schippe gesprungen. Ich tauschte nun schnell ein paar Figuren ab und kam in ein reines Damen-Endspiel mit 3 Mehrbauren. Auch die Damen wurden schnell getauscht und mit einem Freibauern holte ich mir direkt eine Neue. Nun versuchte mich Florian in hoffnungsloser Stellung (Ich hatte Dame + 3 Bauern + König und Florian einen Bauern und den König) über die Zeit zu heben. Tja,- 14 Sekunden hatte ich noch auf der Uhr, aber als alter Bullet-Spieler bin ich Schlimmeres gewohnt. Ich nahm mir zunächst noch die Zeit, auch den letzten Bauern von Florian zu erobern. Damit hatte ich auf jeden Fall das Remis sicher, selbst wenn er mich über die Zeit heben würde. Wenige Züge später war er dann aber auch schon einen Zug vorm Matt. Florian gab die Partie auf.

Ralf kam in dieser Runde in den zweifelhaften Genuss, gegen meinen Erstrundengegner anzutreten. Dieses „Freilos“ nahm er ohne große Anstrengungen mit.

Auf die Partie zwischen Thomas Reich und Frank Ipfelkofer war ich sehr gespannt. Ich kenne Frank als sehr genauen Spieler, der einen Vorteil grundsätzlich auch in einen Punkt umsetzt. In der Partie gegen Ritschi hatte er allerdings von Beginn an schlechte Karten. Seine Stellung war schon sehr verdächtig und Ritschi ließ seinen Gegner bis zum Todesstoß nicht lange zappeln. Damit war bereits nach der sechsten Runde klar, dass Ritschi den ersten Platz inne haben wir. Mit 6 aus 6 Punkten war er satte 1,5 Punkte seinem Verfolgerfeld voraus.

5 Seenlandpokal Gauting 2018

In der siebten Runde war die Luft um uns herum so stickig, dass ich eigentlich nur noch nach Hause wollte. Zuvor sollte ich aber noch gegen Frank Ipfelkofer verlieren. Bei mir ging einfach nichts mehr und ich ergab mich recht schnell meinem Schicksal.

Ralf hatte gegen Manfred Wriesnik keine wirklich große Mühe und gewann recht flott die Dame seines Gegners und einige Bauern. Ralf blickte seinen Gegner an und erwartete eigentlich die Aufgabe. Manfred spielte die Partie jedoch weiter und ließ sich wenige Züge später matt setzen.

5 Seenlandpokal Gauting 2018

5 Seenlandpokal Gauting 2018

Das große Showdown kam aber an Ritschis Brett. Hier durfte FM Bernd Salvermoser gegen den IM Thomas Reich ran. Eine absolut spannende Partie, in welcher Bernd ein hübsches Qualitätsopfer einbrachte, welches Ritschi ein paar Züge später zurückgeben musste. Bernd hatte anschließend einen Bauern mehr und dieser war zudem auch noch ein Freibauer. Eigentlich eine gewonnene Sache, jedoch zeigte sich in dem nun folgenden Endspiel sehr gut der Klassenunterschied. Ritschi wusste genau, wie er dieses Endspiel spielen muss und wie der mögliche Fortschritte seines Gegners unterbinden kann. In Zeitnot schlug Bernd eine Stellungswiederholung und damit das Remis aus. Er wollte tatsächlich immer noch gewinnen, verlor aber in der Hektik nicht nur den Überblick, sondern auch eine Figur, was ihn direkt veranlasste, die Partie aufzugeben.

5 Seenlandpokal Gauting 2018

5 Seenlandpokal Gauting 2018

5 Seenlandpokal Gauting 2018

Zum zweiten Mal 7 aus 7 – IM Thomas „Ritschi“ Reich

7 aus 7! Wieder hat Ritschi seine Klasse bewiesen.  Wir machten und jetzt schnell an die frische Luft und auf den Heimweg. Das Turnier hat trotz mancher Widrigkeit Spaß gemacht.

Bis zum nächsten Mal

Euer Benny

5 Seenlandpokal in Wolfratshausen

In Wolfratshausen fand am 29.06 das dritte Turnier der 5 Seenlandpokal Serie statt. Insgesamt hat auch dieses Turnier einen sehr guten Eindruck hinterlassen, was unter anderem auch an der einwandfreien Turnierführung von Ulrich Sperber lag. Die Runden wurden schnell ausgelost und über einen Beamer den Teilnehmern zur Verfügung gestellt.

5 Seenlandpokal Wolfratshausen 2018

Mit 25 Teilnehmern war dieses Turnier gut besucht, wobei der ein oder andere Wolfratshausener mehr, nicht geschadet hätte. In der ersten Runde traf FM Bernd Salvermoser auf Ulrich Sperber. Diese Partie versprach richtig gutes Kampfschach. Gerade gegen starke Gegner spielt Uli immer sein bestes Schach und so kam es, dass die Entscheidung in beidseitiger Zeitnot zu Ungunsten von Uli ausfiel. Die Stellung war ausgeglichen, aber auf Grund der noch auf dem Brett befindliche Damen sehr trickreich. Bernd gab genügend Schachs, um Uli über die Zeit zu heben.

5 Seenlandpokal Wolfratshausen 2018

Mit Sebastian Finsterwalder fand dieses Turnier nach 7 Runden dann auch einen verdienten Sieger. Anbei noch ein paar Bildeindrücke:

5 Seenlandpokal Wolfratshausen 2018

5 Seenlandpokal Wolfratshausen 2018

5 Seenlandpokal Wolfratshausen 2018

5 Seenlandpokal Wolfratshausen 2018

Der faire Turnierverlauf ist lobenswert und auch die Platzverhältnisse waren sehr gut. Daumen hoch!

Euer Benny

Vereinsabend 28.06.2018

Wieder gute Stimmung beim Vereinsabend und ein guter Moment, um zu schauen, wie sich die Spielstärke unserer Mitglieder im Laufe des ersten Vereinsjahres verbessert hat. Obwohl Janos recht wenig Zeit fürs Schach hat, ist er meiner Meinung seit dem letzten Jahr wesentlich sicherer beim Schach geworden. Zwei Mankos sind allerdings immer noch das Thema Eröffnungen und auch taktisch fehlt es hier und da noch an der Kenntnis von Motiven. Wenn er allerdings mal eine Stellung auf dem Brett hat die ihm gefällt, ist er ein ernst zu nehmender Gegner. Auch bei Andre sieht man sehr gute Fortschritte und hin und wieder liefert er sehr schöne Partien ab. Sein Fokus ist aber noch zu sehr auf Eröffnungen gerichtet. Zwar hat er taktisch schon deutliche Schritte nach vorne gemacht, aber an der Einbeziehung von gegnerischen Ressourcen bei der Berechnung von taktischen Varianten muss weiter hart gearbeitet werden.

Vereinsabend Schachfreunde Topschach

Bei mir selbst habe ich nach einem Jahr Training die Erkenntnis gewonnen, dass ich taktisch noch sicherer geworden bin und Angriffe, welche in der Vergangenheit oftmals sehr spekulativ waren, nun etwas seriöser und tiefer berechnet werden. Ich selbst habe mein Eröffnungsrepertoire nicht wirklich erweitert, sondern Stück für Stück umgestellt. Obwohl man mich als wandelndes Eröffnungsbuch kennt, habe ich in der Vergangenheit bei jeder Partie immer wieder die selbe Schublade aufgezogen. Es ist einfach sehr bequem Sachen zu spielen, die man schon ewig und 3 Tage spielt. In den letzten Monaten habe ich allerdings einfach komplett „neue“ Eröffnungen ausprobiert und es ist erstaunlich, wie viel Spaß das macht. Über viele Jahre habe ich mich mit so ziemlich jeder Eröffnung und deren Untervarianten intensiv beschäftigt, aber nie gespielt. So ist es für mich absolut erfrischend, dass Gelernte auch mal in echten Partien zum Einsatz zu bringen.

Vereinsabend Schachfreunde Topschach

Dank der Anwesenheit von IM Thomas Reich, konnte ich am gestrigen Abend tiefer in folgende Variante des Budapester Gambits eintauchen:

Es ist immer wieder beeindruckend, wie Ritschi selbst kleine Nuancen in den verschiedensten Stellungstypen erkennt und verbal vermittelt.

Vereinsabend Schachfreunde Topschach

So ging einmal mehr ein schöner Vereinsabend zu Ende, welcher gerne noch bis zum frühen Morgen hätte gehen können. Aber nächsten Donnerstag geht es ja weiter… 🙂

Bis dann

Euer Benny

 

Fünfseenland-Pokal 2018 in Gilching – Ein perfekter Einstand

Am letzten Donnerstag war das zweite Turnier der Turnierserie des Fünfseenland-Pokals angesagt. Nach dem Rückzug der Schachfreunde Starnberger See, hat unser noch junger Schachverein den Platz übernommen und mit Spannung auf diesen Termin hingearbeitet. Mit dem Gasthof Widmann in Gilching wurde eine wirklich angenehme Location gefunden, welche neben optimalem Platzangebot auch noch gute Speisen und Getränke im Repertoire hatte.

Bereits um 17 Uhr waren Ralf, Janos, Oliver und meine Wenigkeit vor Ort, um das zuvor Geplante umzusetzen. Eine besondere Herausforderung war die Liveübertragung der Schachpartien an den ersten Brettern. Wie wir erst vor Ort feststellten, gab es kein ausreichendes WLAN, weshalb wir auf einen WLAN-Hotspot über eines unserer Smartphones setzen mussten. Aber auch hier machte sich schnell Ernüchterung breit, da auch der Handyempfang im Vitusstüberl absolut im Keller war. Lediglich der Handy-Provider von Janos hatte etwas Erbarmen und ließ und auf der Klinge (EDGE) tanzen.

5_Seenland_Pokal_DGT_Bretter

Alle Bretter stehen bereit. Das Turnier kann beginnen.

Wir entschieden uns daher, lediglich die ersten beiden Bretter live zu übertragen, was insgesamt auch gut gelungen ist. Für zukünftige Events werden wir aber mit Sicherheit eine gute Lösung finden, welche die Übertragung der Partien an weiteren Brettern ermöglicht.

Bereits um 18 Uhr gesellte sich Eduard Humburg vom SC Wolfratshausen zu uns, um sich etwas warm zu spielen. 🙂 Wir waren gespannt, wie viele Schachspieler den Weg zu uns finden werden. Fehlen durfte auf keinen Fall unser IM Thomas Reich, welcher generell jeden Donnerstag bei unserem Vereinsabend dabei ist und bei Eröffnungsfragen und beim Analysieren von Schachpartien eine geschätzte Kompetenz ist. Mit Sophia Wetzler, welche in Regensburg Schach spielt, nahm ebenfalls ein ständiger Gast unseres Vereinsabends an diesem Turnier teil.

Viel Platz für einen schönen Schachabend

Viel Platz für einen schönen Schachabend

Vor dem Turnier nochmal Kraft tanken :-)

Vor dem Turnier nochmal Kraft tanken 🙂

Janos und Ralf spielen sich vor dem Turnier warm

…und auch Eduard hat einen Sparringspartner zum Aufwärmen gefunden

Nach und nach trafen dann auch die bekannten Gesichter aus den umliegenden Vereinen ein. Mit Ulrich Sperber hatten wir zudem einen absolut erfahrenen Turnierleiter  in unseren Reihen, welcher routiniert die Auslosungen vornahm und dabei selbst die Figuren Runde um Runde erfolgreich übers Brett schob. Die Schachfreunde Topschach Gilching möchten sich an dieser Stelle herzlich beim Uli bedanken, welcher für den Erfolg dieses Turniers in hohem Maße beigetragen hat. 🙂

Paarungen und Tabelle per Beamer an der Wand

Die Liveübertragung läuft 🙂

Die aktuellen Paarungen und die Tabelle wurden zeitgemäß über einen Beamer an die Wand projiziert, womit das umständliche Ausrufen der einzelnen Paarungen vermieden wurde. So ging es in die erste Runde. Ich selbst war mit den Gedanken noch ganz woanders und durfte mit den schwarzen Steinen gegen Eduard Humburg ran. Was für ein Desaster. War die Eröffnung noch Entspannungstraining, ging es mit der Patzerei im Mittelspiel erst so richtig los. Eduard konnte sehr geschickt eine meiner wertvollen Figuren erobern und hatte zudem noch die Kompensation dafür. Die Stellung spielte sich für Weiß praktisch von selbst. Es stimmte für Eduard einfach alles und ich hatte so gut wie immer die Wahl zwischen einem schnellen Ende und einem langsamen Ende. Ich muss dazu sagen, dass Eduard die taktischen Kniffe die auf die Brett waren immer recht schnell gefunden hat und entgegen seiner doch recht niedrigen DWZ sehr gut spielte. Den Punkt hat er sich auf jeden Fall verdient. Es sollte sein einziger Punkt an diesem Abend sein, aber ein Sieg gegen mich kompensiert die folgenden 6 Niederlagen allemal. 😀

Bernhard gegen Sophia

 

Interessantes Schach wurde in der ersten Runde an Brett 1 gespielt. IM Thomas Reich hatte die weißen Steinen gegen Dr. Bernhard Vonach. Hier konnte Bernhard die Partie gegen den Internationalen Meister ziemlich lange ausgeglichen halten. Wer allerdings Thomas (Ritschi) Reich kennt weiß, dass er gerade in Blitz- und Schnellschachpartien bis zum bitteren Ende kämpft und selbst aus Stellungen die ziemlich nach Remis aussehen, noch einen Punkt quetscht. So auch in dieser Partie. Soweit ich mitbekommen habe, war es die einzige Partie, in welcher Thomas Reich für den vollen Punkt arbeiten musste.

IM Ritschi gegen Bernhard

In der zweiten Runde durfte dann Clemens von Schmädel vom SC Starnberg mit den weißen Steinen sein „Glück“ gegen Ritschi versuchen. Clemens ist ein unglaublich erfahrener Blitz- und Schnellschachspieler, der Chancen nutzt, wenn sie sich ihm anbieten. In der Partie gegen den IM hatte er allerdings das Pech, eine Eröffnungsvariante zu wählen, welche Ritschi bereits in bestimmt 100 Langschach- und 1000 Blitzpartien auf dem Brett hatte. Er kannte die sich hieraus resultierenden Stellungsbilder in- und auswendig. So benötigte er gerade mal 4,5 Minuten seiner 15 Minuten Bedenkzeit, um die Partie für sich zu entscheiden.

Achim bringt seinen Gegner ins Grübeln…

Eine kleine Sensation spielte sich an Brett 2 der zweiten Runde ab. Mit FM Bernd Salvermoser hatte unser Mitglied Dr. Ralf Ludwig ein ordentliches Kaliber als Gegner. Folgende Begebenheit macht diese Partie recht besonders. Ralf ist ein wissbegieriger Schachspieler, welcher in den letzten Monaten sein Eröffnungsrepertoire komplett umgestellt hat. Neu hinzugekommen ist unter anderem auch das Budapester Gambit. Eine Empfehlung von mir, da ich damit im Turnierschach recht erfolgreich war und Ralf für langweiligen Mainstream keine Geduld hat. Er will nach nur wenigen Zügen Verwicklungen auf dem Brett haben. Die Stellung muss bei ihm brennen. Seine ersten Gehversuche mit dem Budapester Gambit hat er beim DSAM Cup in München gewagt, allerdings noch nicht ganz so erfolgreich. Die Varianten haben noch nicht so richtig gesessen und die Pläne und Motive einzelner Varianten waren teilweise noch unbekannt. Hier hat sich dann IM Thomas Reich in den letzten Wochen bei unseren Vereinsabenden den guten Ralf vorgenommen und ihn im Budapster Gambit fit gemacht. Nun kam gegen FM Bernd Salvermoser ausgerechnet die Variante aufs Brett, welche wir erst vor 2-3 Wochen im Detail analysiert haben. Ralf mag das Läuferpaar und es war etwas Überzeugungsarbeit notwendig, ihn von dem Schlagen des Springers auf c3 in dieser Variante zu überreden (siehe Partie). Wenn Schwarz etwas aus der Eröffnung haben will, dann sind es die Doppelbauern auf der c-Linie, gegen welche sich sein Spiel richten muss. Nach der Partie sagte mir Ralf, dass er sich während der Partie an unsere Aussagen erinnerte und sich sagte, „…jetzt probiere ich das mal!„. Herausgekommen ist dabei eine Partie, in welcher Ralf ein ziemlich hohes taktisches Niveau zeigte und seinen ratlosen Gegner wunderschön überspielte. Die Schlusskombination am Ende ist wirklich sehenswert.

Ralf in Bestform gegen den Fidemeister Bernd Salvermoser

Für Joachim lief es diesmal nicht ganz so rund, aber hier gewann er gegen Robert

Ich selbst durfte mal wieder gegen Dieter Koch die Figuren schwingen. Diesmal mit Weiß und diesmal mit mehr Ehrgeiz. Tja,- und wieder stellte ich eine Figur und zusätzlich einen Bauer ein. Dieter tauschte die restlichen Figuren und war sich sehr lange seines Sieges gewiss. Mit viel Mühe bekam ich allerdings ein Endspiel aufs Brett, welches für mich zwar immer noch verloren war, aber um die richtigen Züge für Schwarz zu finden, musste man schon etwas rechnen. Dieter mit Springer + Turm und 5 Bauern und ich mit Trum und 4 Bauern.  So kam es, dass ich einen Freibauern gefährlich nah am Umwandlungsfeld hatte und Dieter kurzerhand seinen Springer für diesen Freibauern opferte. Damit war er zwar immer noch 2 Bauern vorne, aber Endspiele sind nicht gerade Dieters Spezialgebiet. So kam es, dass ich mit meinem Turm einen Bauern nach dem anderen von Dieter abholen konnte und am Ende doch noch den vollen Punkt mein Eigen nennen durfte. Ein verdienter Sieg sieht anders aus, aber warum nicht mal den Spieß (Meine Partie gegen Dieter in Inning) herumdrehen? 🙂

In der Dritten Runde hatte dann Thomas Sörgel das Vergnügen, gegen seinen Namensvetter Ritschi mit den schwarzen Steinen gegen das Londoner System zu spielen. Wieder eine sehr lehrreiche Partie, welche deutlich zeigt, wie der IM kleine Stellungsvorteile Zug um Zug bis zum Endspiel in einen großen Vorteil zusammenwachsen lässt.

Oliver Prater hatte einen schweren Stand gegen die sehr erfahrene Gegnerschaft

Am zweiten Brett spielte Sebastian Finsterwalder vom Gautinger mit Weiß gegen Hans-Georg Uffelmann vom SC Wolfratshausen. In einer sehr verwickelten Partie drohte Sebastian einen Figurengewinn. Die zur Rettung herbeigeeilte Dame von Schwarz wurde anschließend selbst in Geiselhaft genommen.

Ritschi bringt nichts aus der Ruhe

Ich selbst vergnügte mich mit meinem Vereinskameraden Janos Morlin mit den schwarzen Steinen. Im Gegensatz zu den Partien die ich sonst immer gegen ihn beim Vereinsabend spiele, zeigte Janos auf jeden Fall sehr gute Fortschritte und es war nicht ganz so einfach, den vollen Punkt zu holen. Es macht wirklich Spaß zu sehen, wie die Jungs und Mädels in unserem Verein immer besser werden. 🙂

In Runde 4 traf der Schüler auf seinen Meister. Ralf gegen Ritschi. Es spricht wohl für Ralf, dass er den Mut hat, ausgerechnet das Londoner System gegen Ritschi zu spielen. Schließlich will man ja wissen, dass ein London-Experte selbst für Mittel gegen sein eigenes Repertoire hat. In einer umkämpften Partie behielt der Meister die Oberhand.

Es wird Schach gespielt…

An Brett 2 der vierten Runde setzte der Turniersieger aus Inning Lars Hampe den Gautinger Spieler Sebastian Finsterwalder matt. Wieder eine sehr sehenswerte Partie.

Das Sophia mit ihren knapp 1600 DWZ unterbewertet ist, demonstrierte sie sehr gut gegen ihre starken Gegner

Mit meiner Partie gegen Achim Flemming kann ich zurecht unzufrieden sein. In einer bekannten Eröffnungsvariante war die Stellung recht ausgeglichen mit beidseitigen Chancen. Ohne Zwang wickelte ich allerdings in ein schlechtes Endspiel ab. Das ich zu guter Letzt mal wieder eine Figur einstellte, ist nur eine Randbemerkung wert. Viel ärgerlicher ist die Tatsache, dass ich schon vor der Abwicklung gesehen habe, dass das Endspiel eher für meinen Gegner aussichtsreich ist und ich es trotzdem forciert habe. Faulheit spielte hier eine große Rolle. Anstatt die Stellung zu spielen, strebte ich Vereinfachung auf Kosten eines schlechten Endspiels an. Irgendwie wirst Du das schon noch halten. Tjo,- Pustekuchen 🙂

Nach dem Erfolg von Lars in der vierten Runde traf er nun auf Thomas Reich mit Schwarz. Diesmal kein London, aber trotzdem der volle Punkt für Thomas.

Gegen Sebastian Finsterwalder konnte Ralf Ludwig in der fünften Runde bis zu einem Figureneinsteller sehr lange mithalten. Gerade gegen Ende kann die Konzentration sehr schnell nachlassen. Gerade wenn man so wie Ralf, scharfes und verwickeltes Spiel anstrebt, wird ein Mangel an Konzentration schnell zum Verhängnis. Hier lohnt es sich oftmals, auch mal eine langweile Partie in Kauf zu nehmen.

Mein Gegner Paul Behler war für mich ein unbekannter Gegner. Er hat keine DWZ, war aber schon bei den Braingames dabei. Mit Weiß bekam ich einen Russen vorgesetzt und freute mich innerlich. Unendliche Stunden habe ich mich schon mit der russischen Verteidigung beschäftigt und unter anderem auch eine DVD für Weißspieler auf den Markt gebracht, mit dem eindeutigen Titel „Die Vernichtung der Russischen Verteidigung„. Im „Staccato“ brachte ich meine Züge aufs Brett und mein Gegner tapte recht schnell in eine Falle, in welcher ich einen wichtigen Bauern erobern konnte. Jetzt nur noch ins Endspiel abwickeln und den Mehrbauern verwerten. Gerade die in der Russischen Verteidigung oftmals sehr „einfachen“ Bauernstrukturen lassen im Endspiel einen Mehrbauern sehr unkompliziert zum vollen Punkt bringen.

Den Schwung aus der fünften Runde nahm Sebastian dann auch gleich mit in die Partie gegen Thomas Sörgel in der sechsten Runde. In beidseitiger Zeitnot behielt Sebastian den Überblick und konnte die Dauerschachversuche seines Gegners souverän abwehren. Am Ende gewann Sebastian auf Zeit, aber wie man anhand der Schlussstellung sieht, war das Matt nicht weit entfernt.

In Runde 7 setzte Sebastian Finsterwalder mit Schwarz gegen IM Thomas Reich dann nochmal alles auf eine Karte. Thomas wählte nun wieder das London System und Sebastian entschied sich mit Schwarz für eine Variante, die laut aktueller Theorie nicht wirklich Chancen zum Ausgleich hat. Nach der Eröffnung stand Sebastian schon ziemlich verdächtig, was er wohl selbst bemerkte. Mit einem Qualitätsopfer versuchte er sich zu befreien. Das ging allerdings recht schnell in die Hose und IM Thomas Reich stand mit 7 gewonnenen Partien aus 7 Runden an der Spitze des Felds.

An Brett zwei durfte in der siebten Runde dann auch ich mal in den Genuss der Livebretter kommen. Mit Ulrich Sperber hatte ich auch einen mir ziemlich bekannten Gegner. 🙂 Ich hatte Schwarz und es kam das Königsgambit aufs Brett. Nach nur einigen Zügen kam das Remisangebot von Uli, welches ich nach diesen harten 6 Runden gerne annahm.

Hier nun die Schlusstabelle:

Unser erstes Turnier in Gilching hat mit IM Thomas Reich einen würdigen Sieger gefunden. Nach der siebten Runde gefragt, wie er das Spiel seiner Gegner fand, antwortete IM Ritschi, dass er sich bei dem ein oder anderen Gegner etwas mehr Gegenwehr gewünscht hätte.

Als Schiedsrichter fungierte der erfahrene nationale Schiedsrichter Thomas Sörgel, dessen Fähigkeiten allerdings nicht gefordert wurden. Während des gesamten Turniers gab es nur gute Stimmung! Keinerlei Proteste oder Zankereien. So wie in Inning, waren auch bei unserem Turnier die Trickser und Miesepeter Zuhause geblieben. Ich bin sehr gespannt, welchen Stellenwert ein faires Miteinander beim letzten Turnier in Starnberg haben wird.

Abschließend kann ich sagen, dass die Ausrichtung dieses Turniers in Gilching sehr viel Spaß und Lust auf mehr gemacht hat. An der Liveübertragung müssen wir noch etwas arbeiten und auch die Lichtverhältnisse an ein paar Brettern war nicht optimal. Weiteren Verbesserungsvorschlägen stehen wir offen gegenüber und würden uns freuen, wenn der ein oder andere Schachspieler aus unserem Schachkreis auch mal bei unseren Vereinsabenden donnerstags ab 19 Uhr im „El Diablo“ vorbeischauen würde. Faire Spieler sind herzlich willkommen und für manchen eine gute Möglichkeit, eine Revanche gegen IM Thomas Reich zu bekommen 🙂

Bis bald

Euer Benny

 

Fünfseenland Schnellschach Pokal 2018 heute in Gilching

Liebe Schachfreunde,

heute findet ab 20 Uhr das zweite Turnier des Fünfseenland Schnellschach Pokals 2018 in Gilching statt.

Spielort:

Gasthof Widmann Gilching

Gasthof Widmann
Schulstraße 13
82205 Gilching
Tel.: 08105 8517

Unter folgendem Link findet Ihr eine Wegbeschreibung:

>>Wegbeschreibung<<<

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach mit der S8 Richtung Herrsching zu erreichen. An der Haltestelle Gilching-Argelsried aussteigen. Zu Fuß ist der Gasthof Widmann vom Bahnhof aus in etwa einer halben Stunde zu erreichen.

Bahnhof Gilching Gasthof Widmann

Alle Stunde fährt auch ein Bus vom Bahnhof in Richtung des Gasthofes.

Sollten noch Fragen sein, könnt ihr mich telefonisch unter 08105 3932140 erreichen.

Bis dann

Euer Benny

17.Fünfseenland-Pokal 2018 startete in Inning

Gestern startete die Turnierserie des 17.Fünfseenland-Pokal in Inning. Mit 15 Minuten pro Spieler und Partie, versuchen alle Teilnehmer in 7 Runden ihr bestes Schach zu zeigen. 🙂 Turnierstart ist eigentlich 20 Uhr, aber auf Grund von Verspätungen einiger Teilnehmer, hat sich der Turnierstart um etwa 20 Minuten verzögert. Kein Beinbruch! Das Warten hat sich durchaus gelohnt. Das Turnier begann zumindest für mich sehr verheißungsvoll. Ich durfte in der ersten Runde gegen FM Bernd Salvermoser ran und entschloss mich, anstatt mit meinem gewohnten 1.e4, mit dem Zug 1.d4 zu beginnen. Auf Bernds Caro-Kann hatte ich keine Lust. Zu oft endeten die Partien direkt nach der Eröffnung im Panov-Endspiel und auf diese Quälerei hatte ich nicht wirklich Lust. Warum also nicht London spielen. Bernd nahm sich bereits in den ersten Zügen relativ viel Zeit und entschied sich, keine Theorieduelle auszufechten und spielte recht unkonventionell Abseits der Theorie.

Nach einigen Ungenauigkeiten musste ich ziemlich vielen Fallstricke ausweichen, was mich recht viel Zeit kostete. Bernd übersah eine kleine Kombi, mit welcher er einen Turm hätte gewinnen können, was mir dann doch noch etwas Auftrieb gab. Mit wenig Zeit auf der Uhr und viel Druck gegen meinen König entschloss ich mich zu einem Qualitätsopfer, welches eine Remis-Stellung herbeiführte. Leider konnte Bernd noch genügend Schachs geben, um mich über die Zeit zu heben. Das Ergebnis geht aber auf jeden Fall in Ordnung.

17. Fünfseenland-Pokal 2018 in Inning

Die verbliebenen 6 Runden waren geprägt von Patzerei. Gegen Dieter Koch hatte ich schnell die Figur für 3 Bauern gegeben. Anschließend die Figur zurück gewonnen und eine aussichtsreiche Stellung auf dem Brett. Nach drei von mir abgelehnten Remisangeboten von Dieter Koch, war ich schon ziemlich genervt. Im Endspiel bot er dann noch 5 weitere Male Remis an, welche ich abermals allesamt ablehnte. So kam es, dass ich seinen ungedeckten Turm stehen ließ und das gewonnene Endspiel noch in einen Verlust ummünzte. Ich nehme dem Dieter die ständige Remisbieterei nicht übel. So ist er halt. 🙂

In der anschließenden Runde spielte ich die wohl schnellste Partie des Abends und konnte meinen Gegner recht flott matt setzen. 🙂

Das waren dann auch schon meine besonderen Höhepunkte in dem Turnier. Unser Mitglied Ralf hatte hier schon etwas mehr Spaß und konnte einige trickreiche Partien für sich entscheiden.

Fünfseenlandpokal 2018

An den Spitzenbrettern tobte ein harter Kampf und bis zur letzten Runde war der Turniersieg noch für einige Spieler drin.

17. Fünfseenland-Pokal 2018

Der Turnierleiter Christoph Schöner führte die Teilnehmer recht verbissen und humorlos mit dem Charme einer ausgepressten Zitrone durch jede Runde, mit der Feststellung, dass er diesmal eine sehr angenehme Aufgabe hatte. Es gab weder Proteste, noch unfaires Spiel. Alle haben sich gut verstanden und zu diesem angenehmen Abend beigetragen. Das ist allerdings auch nicht verwunderlich, da die bekannten Trickser und Streithammel dem Turnier fernblieben. Hier möchte ich mich besonders bei den Teilnehmern des SC Starnberg bedanken, welche ihre „Talente“ dieser Spezies zu Hause gelassen haben. 😉

Kurz vor Mitternacht machten sich dann alle auf den Weg nach Hause.

Weiter geht es mit der Turnierserie am Donnerstag den 21.06.2018 um 20 Uhr bei uns in Gilching (Vitusstüberl im Gasthof Widmann, Schulstr. 13). Als kleines Schmankerl haben wir für dieses Turnier auch Titelträger aktivieren können. 😉

Bis bald

Euer Benny

 

WFM Anita Just im Schachcenter Topschach.de

Aus Leipzig kommend, hat WFM Anita Just die wohl weiteste Anreise von all unseren Mitgliedern ins Schachcenter von Topschach.de. Vor einigen Tagen war es dann mal wieder soweit und mit Dr. Ralf Ludwig fand sie einen passenden Gegner für ein paar Blitz- und Schnellschachpartien.

WFM Anita Just Topschach

Suchbild – WFM Anita Just gegen Dr. Ralf Ludwig

Während Ralf am Anfang noch etwas „warm“ werden musste und bei den ersten Partien noch nicht ganz so viel Schwung hatte, konnte er sich gegen Ende dann doch noch steigern und der FIDE-Frauenmeistern ein paar Punkte abringen.

WFM Anita Just gegen Dr. Ralf Ludig

Wie unschwer zu erkennen, versuchte es Ralf in einigen Partien mit dem Lettischen Gambit. Hierbei brachte er die gute Anita immer wieder ins Straucheln. Als erfahrene Spielerin weiß aber auch, wie man mit unangenehmen Stellungen umgehen muss.

Lettisches Gambit Topschach

Schön, dass Anita die weite Strecke aus Leipzig auf sich nimmt, um ihre Vereinskameraden zu treffen.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch 🙂

Die SF Topschach beim Familientag in Gilching

Mit dem Familientag wurde ein besonderes Event in Gilching ins Leben gerufen. Gespielt wurden alle Arten von Brettspielen und natürlich auch Schach.

Topschach beim Familientag in Gilching

Unser Verein stellte einige Schachsets auf und während Monopoly und Poker eher mäßig gefragt waren, konnten wir viele Teilnehmer für das Schachspiel begeistern.

Topschach Schachevent

Eine Schachtorte rundete das Event geschmackvoll ab. 🙂

Schachtorte Topschach

Ein gelungener Tag mit viel Spaß

Schach mit unserem IM Thomas Reich

Jeden Donnerstag stellt sich unser IM Thomas Reich bei unserem Vereinsabend den Herausforderungen am Brett. Hierbei glänzt er durch raffiniertes Spiel und einer schnellen Hand im Blitz. In Eröffnungsfragen steht er jedem unserer Mitglieder mit Rat und Tat zur Seite. Gerade im London System ist er ein ausgewiesener Experte, was durch seinen Sieg gegen den Bundesligaspieler Jan Smeets bei der Mannschaftsblitz-Meisterschaft, gegen welchen er das London System anwandte, nochmals unterstrichen wird.

IM Thomas Reich Topschach

Eine Woche zuvor meinte er beim Vereinsabend noch, dass er das London System nicht mehr sehen kann und sein aktives Repertoire umgestellt hat. Dame b6 und Dame b3 – Dieses Abspiel würdigt er nur noch mit den Worten „Ich kann es nicht mehr sehen!„. Zu oft hatte er es in Partien auf dem Brett. Gegen Jan Smeets vertraute er aber nochmals auf sein umfangreiches Wissen in dieser Eröffnung und hatte damit Erfolg. 🙂

IM Thomas Reich Topschach

So richtig trennen kann er sich dann wohl doch nicht vom London System. Schließlich hat er über viele Jahre damit sehr viel Erfolg gehabt. 🙂

Bis zum nächsten Vereinsabend

Euer Benny