Blitztunier beim SC Starnberg – Gutes Schach und auch etwas Dreck

Liebe Schachfreunde,

am 20.04.2018 fand beim SC Starnberg eine weitere Folge der Jahresblitzmeisterschaft (Zeitkontrolle 3 Min pro Spieler + 2 Sekunden/Zug) statt. Von den Schachfreunden Topschach gingen Ralf und ich an den Start. Das Turnier fand mit Friedrich Absmaier einen verdienten Sieger, welcher alle Partien für sich entscheiden konnte. Als Modus kam hierbei nicht das Schweizer System zum Einsatz, sondern ein Rundenturnier (jeder gegen jeden), durch welches der Durchmarsch von Absmaier nochmals an Wert gewinnt.

Umschalten in den Blitz-Modus

Ralf konnte mit seinem Abschneiden am Ende nicht ganz zufrieden sein. Obwohl er selbst gegen den Turniersieger eine aussichtsreiche Stellung auf dem Brett hatte, war dies einfach nicht sein Tag. Das Umschalten in den sog. Blitz-Modus, gelingt ihm noch nicht richtig und viele Partien versuchte er mit der Tiefgründigkeit einer Langschach-Partie zu spielen. Das brachte ihn oft in Zeitnot und hier können schnell Fehler passieren.

Unsportliches Verhalten von Oliver Rulik

Besonderes Augenmerk möchte ich an dieser Stelle auf den Schachspieler Oliver Rulik vom SC Starnberg richten. Ich habe Ralf bereits vor der Partie darauf hingewiesen, auf wes Geistes Kind er bei Oliver Rulik trifft. So ist mir noch gut in Erinnerung, mit welcher Arroganz und Oberflächlichkeit er eine von mir gezeigte Großmeisteranalyse mit den Worten „Was Du sagst ist Quatsch und dämlich!“ kommentierte, ohne die entsprechende Qualität zu dieser Bewertung zu besitzen.

Durch das Rundenturnier war klar, dass auch ich gegen diesen Teil vom SC Starnberg antreten musste. Als es soweit war, sagte ich Ralf noch, dass ich mir sicher bin, dass er auch in dieser Partie seine üblen Charakterzüge zeigen wird. Bereits in der Eröffnung schubste er mehr oder weniger unsauber seine Figuren auf die Zielfelder, wodurch ich mehrfach dazu genötigt wurde seine Figuren zurecht zu rücken. Im Gegensatz zu mir, hatte er die Eröffnung ganz passabel gespielt und kam mit guter Initiative ins Mittelspiel. Meine Figuren standen einfach nur schlecht und für ein Reparieren der Stellung war keine Zeit. Natürlich sah auch Oliver Rulik, dass er besser stand und ich nur noch wenig Zeit auf der Uhr hatte. Aber anstatt die Partie konsequent zu Ende zu führen, wurde er nun Opfer seinen eigenen Überheblichkeit und ging auf Bauernjagd. Das gab mir die Zeit, das Zentrum durch ein Springeropfer zu öffnen, einen Freibauern zu bilden und mit meiner Dame und dem Turm gegen seinen blanken König vorzugehen.

Was sich Oliver Rulik nun leistete lässt sich einfach nur mit dem Wort „widerwärtig“ beschreiben. Durch meinen Turm wurde der Fluchtbereich seines Königs so eingegrenzt, dass ich mit meiner Dame problemlos Dauerschach hatte. So gab ich mehrmals Schach und Oliver Rulik wich mit seinem König immer auf die selben zwei Feldern aus. Nach dem vierten Schach bot ich ihm Remis an. Mehr als einen abfälligen Blick aufs Brett hatte Rulik dafür allerdings nicht übrig und ich gab noch mindestens drei weitere Schachs, bis ich nochmals das Remis anbot. Wieder gab es Ignoranz als Antwort. Da ich mit dem nächsten Zug das Remis nun definitiv in der Tasche hatte, hielt ich die Uhr an und sagte, dass dies nun Remis sei und versuchte den Schiedsrichter ans Brett zu holen.

An dieser Stelle schaute mich Oliver Rulik frech an und sagte „Beweise das doch erstmal!„. Tja,- sowas lässt sich natürlich beim Blitzen nicht beweisen, da man bei dieser Zeitkontrolle die Züge nicht mitschreibt. Das ist bei fairen Gegnern auch nicht notwendig. Aber Oliver Rulik ist kein fairer Gegner. Die Art und Weise, wie er sich hier unverdient einen vollen Punkt holen wollte, ist unfair, niederträchtig und skrupellos!

Der Schiedsrichter klärte die Lage und es war eindeutig, dass diese Stellung remis ist. Allerdings nicht, weil eine dreifache Stellungswiederholung nachweisbar war, sondern weil ein Dauerschach unausweichlich war. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte diese dreckige kleine Anmerkung von Rulik „Beweise das doch erstmal!“ sogar Erfolg haben können. Spätestens hier hätte Oliver Rulik die Notbremse ziehen können und sein freches Verhalten überdenken können. Er zog es nun aber vor zu behaupten, dass ich einfach die Uhr angehalten hätte und ihm die Art und Weise, wie ich das gemacht habe, nicht gefallen habe. Das er dabei meine beiden deutlichen Remisangebote/-Reklamationen nicht erwähnt, zeigt nur, mit welcher Verlogenheit und Niedertracht dieser Oliver Rulik in dieser Partie agierte! Solche Kaffeehaustricksereien haben in unserem Schachsport nichts verloren! Zerfressen vom Ehrgeiz, wird unser Sport mit der kompletten Bandbreite an der Unfairness vergiftet. Wer diese unselige Art von Schachspielern in seinem Verein akzeptiert, macht sich mitschuldig.

Es ist immer schade, von solchen Vorfällen berichten zu müssen und das damit der eigentlich schöne Turnierverlauf in den Hintergrund fällt.

Ein guter Turnierleiter und starke Gegner

Achim Flemming wurde erst kurz vor dem Turnier in die Auslosungs-Software eingewiesen und machte seine Sache richtig gut. Tabellenstand und Paarungen wurden souverän erstellt und das Turnier wurde ohne Verzögerung durchgeführt. Bis auf 2-3 Ausnahmen, waren überwiegend Spieler mit einer Spielstärke im Bereich 1900-2100 DWZ am Start, was für spannende Partien sorgte.

Euer Benny

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