Schachfreunde Topschach bei der Schachweltmeisterschaft 2018 in London

Die Schachweltmeisterschaft 2018 in London war für Janos und mich die perfekte Möglichkeit, die weltbesten Spieler Magnus Carlsen und Fabiano Caruana hautnah zu erleben. Von der fulminanten Eröffnungsgala, bis zu den ersten gespielten Partien, erlebten wir unfassbar tolle Schachtage in London mit vielen Überraschungen. Wir bereiten zur Zeit einen Erlebnisbericht vor, der auch hinter die Kulissen der Schachweltmeisterschaft 2018 schaut. Seit gespannt 🙂

Topschach Benny mit Judit Polgar

Bis bald

Euer Benny

 

Verdiente Auftaktniederlage gegen Gröbenzell

Gestern starteten die Schachfreunde Topschach in ihre zweite Saison.

An Brett 1 und 2 spielten Ralf und ich. Während Ralf sich eine Gewinnstellung erarbeitete und diese in ein Damenendspiel mündete, in welcher er trotz 3 Mehrbauern auf Verlust stand, konnte er sich gerade so ins Remis retten. Das war echter Nervenkitzel und großer Kampfgeist!

In meiner Partie sollte ich gegen einen 1500er eine hübsche Lektion erhalten. Gute 22 Züge lang verfolgten mein Gegner und ich die Eröffnungstheorie. Ich war erstaunt, dass mein Gegner diese Variante weit zu kennen schien. Beim Abwickeln ins Turmendspiel mit Bauern unterlief im allerdings ein kleiner Fehler, durch welchen ich nun auf Gewinn spielen konnte. Das sollte aber der letzte Fehler meines Gegners sein. Er verteidigte sich umsichtig und all meine Versuche, die Partie am Leben zu halten scheiterten. Ich verpasste den Gewinnweg und willigte in das Remisangebot ein.

Am Brett von Andre durfte ich einen Italiener beobachten, den Andre allerdings bereits in der Eröffnung mit dem falschen Plan spielte. Der Gegner öffnete die g-Linie und Andres schwarzer König stand blank. Weiß wollte nun weiter Druck aufbauen und warf mit einem Zug seinen kompletten Vorteil weg. Andre hatte die Chance, eine Leichtfigur + Angriff zu gewinnen, sah das am Brett aber leider nicht. Es kam zur Abwicklung, in welcher Weiß mit 2 Türmen gegen einen Turm problemlos auf Gewinn spielen konnte.

An Brett von Janos sah es lange Zeit sehr ausgeglichen aus und die Partie wäre sehr wahrscheinlich im Remishafen eingeschippert, wenn Janos nicht eine kleine Taktik des Gegner übersehen hätte. Insgesamt konnte man beim Spiel von Janos trotzdem Fortschritte erkennen. Leider ist er auch zeitlich so eingebunden, dass fürs Schachtraining nicht viel Zeit bleibt. Man merkt aber, dass er die Erfahrung aus der letzten Saison mitgenommen hat.

Starke Spieler aus Gröbenzell machten es uns nicht leicht. Der fehlende Teamgeist von einigen unserer Mitglieder ließ den Ausgang des Mannschaftskampfes schon im Vorfeld erahnen.

Am 02.12 geht müssen wir gegen Windach ran. Mal schauen, ob der Eine oder Andere bis dahin sowohl menschlich, als auch spielerisch die Kurve bekommt.

Bis dann

Euer Benny