GM Niclas Huschenbeth vs. Topschach Benny im Schachcenter

Liebe Schachfreunde,

gestern war es endlich soweit. Unser Mitglied GM Niclas Huschenbeth residiert für eine Woche in München und da lässt er es sich natürlich entgehen, bei den restlichen Schachfreunden vom SF Topschach Gilching e.V. vorbeizuschauen. Bevor es allerdings in Richtung unseres Spiel-Lokals „El Diablo“ ging, machte Niclas einen Abstecher ins Schachcenter von Topschach. Bis zum Spielabend waren es immerhin noch 15 Minuten und die Zeit kann man ja schonmal zum Warmspielen nutzen. Echte Chancen hatte ich in dieser Partie nicht, aber das sollte sich beim später stattfindenden Blitzturnier im „El Diablo“ ändern.

Aber dazu mehr im kommenden Bericht vom Spielabend 🙂

GM Niclas Huschenbeth im Topschach Schachcenter

Platz 4 für IM Thomas Reich beim OIS 2017 in München

Die letzten Runden beim OIS 2017 spielte IM Thomas Reich sehr verwaltend und ohne wirkliche Ambitionen, um den ersten Platz zu kämpfen. Mit Platz 4 kann Ritschi aber auf jeden Fall auch sehr zufrieden sein. Laut seiner Aussage war das Turnier dieses Jahr nicht so stark besetzt und er hatte in den ersten Runden keine wirklich ernsthaften Gegner. Mit einem DWZ-Plus von 5 Punkten kann er insgesamt sehr zufrieden sein. Am kommenden Donnerstag ist er dann auch wieder bei unserem Vereinsabend im El Diablo. Mit GM Niclas Huschenbeth wird er diesmal aber auf einen harten Brocken treffen. 🙂 Aber dazu später mehr.

IM Thomas Reich gegen Zysk

IM Thomas Reich gegen IM Robert Zysk

Endstand (Fortschrittstabelle)

Schachtaktik zum Frühstück #23

Sehr oft erwarten wir in manchen Stellungen keine taktischen Möglichkeiten. Erst wenn wir ein zuvor erlerntes Motiv auf dem Brett „erahnen“ können, suchen wir nach der Möglichkeit eines taktischen Schlags. Es sind gerade diese kleinen versteckten Möglichkeiten in einer auf den ersten Blick ausgeglichenen Stellungen, die wir sehen müssen. Sowohl als Angreifer, als auch als Verteidiger. Eine solche versteckte Taktik kam in der Partie zwischen Wedberg (2458) gegen Lars Hansen (2268) beim Vasteras Open 2017 in Runde 7 vor.

Weiß am Zug gewinnt

IM Thomas Reich im Rennen um den Titel

Wie einige bereits mitbekommen haben, nimmt unser Mitglied IM Thomas Reich aktuell beim OIS 2017 in München teil. Nachdem sich Ritschi in den Runden 2 und 3 über seine Leistung am Brett sehr verärgert zeigte, legte er in den darauf folgenden Runden nochmal eine Schippe drauf und spielt in den letzten 3 Runden um den Turniersieg.

IM Thomas Reich OIS 2017

Thomas Reich gegen Johannes Feldmann in Runde 6

Ritschi liegt nach sechs Runden auf Platz 2 und muss in Runde 7 gegen den einzigen Großmeister im Feld, Egor Krivoborodov ran, welcher die Tabelle anführt. Die Schachfreunde Topschach verfolgen natürlich auch die letzten 3 Runden und drücken Ihrem Teamkollegen kräftig alle Daumen. 🙂

Die aktuelle Tabelle findet ihr hier: http://schach-bezirk-muenchen.de/ois-2017-a-turnier/ois-2017-a-fortschrittstabelle.html

 

Schachtaktik zum Frühstück #22

Das auch gestandene Großmeister anfällig für taktische Schläge sind, zeigt das folgende Beispiel aus der Partie zwischen Howell (2701) und Timman (2573), gespielt in der achten Runde des Isle of Man Turniers am 30.09.2017. Schwarz zog mit seinem letzten Zug 41…Dd8-e7 und fiel nach der Antwort von Weiß aus allen Wolken.

Weiß am Zug gewinnt!

Schachtaktik zum Frühstück #21

Beim Taktiktraining sollte immer mal wieder die Motivation etwas angeschoben werden. Da wir schon fast am Ende der Woche angekommen sind und die Kräfte langsam nachlassen, gibt es heute einen kleinen Snack für zwischendurch.

Di Berardino (2499) – Soares (2048)
Brazil Telecom Sesc Open (2), 2017

Weiß am Zug gewinnt!

Neues Futter für Niclas Huschenbeth

Niclas Huschenbeth HappyNachdem sich unser Mitglied Niclas Huschenbeth beim Isle Of Man Turnier recht gut geschlagen hat, fand er nach seiner Heimkehr neues Futter in seinem Briefkasten. 🙂 Auf dem Weg zur 2700 ELO-Schallmauer freuen wir uns, diesen sympathischen Großmeister in jeder Form zu unterstützen. 🙂

Bei der OIBM am Tegernsee ist er dann auch endlich wieder in Vereinsnähe und wir sind schon richtig gespannt, ob er schon dort den Stoff aus dem Buch umsetzen wird. Wir drücken ihm natürlich solange die Daumen, bis einer von uns mal gegen ihn gelost wird 😛

Wer den Spuren von Niclas folgen möchte, findet den Buchtipp hier: Chess Structures – A Grandmaster Guide

2. Runde Stadtmeisterschaft Starnberg

Liebe Schachfreunde,

nachdem unsere Crew in der ersten Runde aus diversen Gründen (Freilos, Termine, etc.) nicht antreten konnte und es hier zu Nachholspielen kommt, konnten in der zweiten Runde wenigstens André und ich den Weg nach Starnberg finden. Zunächst musste aber abgeklärt werden, wann wir uns dorthin auf den Weg machen sollen. Die Partien beginnen um 19:30 Uhr und die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Aus Erfahrung weiß ich, dass man bei Turnieren die in Starnberg stattfinden immer etwas später anreisen sollte. In der Vergangenheit habe ich mich immer gewundert, dass der größte Teil der Teilnehmer grundsätzlich 5 bis 10 Minuten nach Partiebeginn eintrifft. Irgendwann wurde aber auch mir klar, dass das pünktliche Erscheinen immer dazu führt, dass man selbst als Gast sich um den Aufbau des Spielmaterials kümmern muss. Diesmal wollte ich es richtig machen, mich der Mehrheit anschließen und nicht schon um 19 Uhr vor Ort sein.

Als André und ich den Spielraum um 19:18 Uhr betraten, fanden wir jedoch einen genauso leeren, wie dunklen Raum vor. Mist! Also doch zu früh! Ganz hinten in der Ecke entdeckte ich dann aber doch jemanden. Hans Werner saß da vor sich hin und begrüßte uns mit der Frage, ob wir den Schlüssel für den Schachschrank von oben mitgebracht haben. Etwas verdutzt klärten wir auf, dass wir eigentlich als Gäste zum Spielen gekommen sind. Und so machte sich Hans auf den Weg nach oben, um den Schlüssel zu holen. Mittlerweile war es schon 19:22 Uhr. Etwas aus der Puste war Hans auch schnell wieder da. Aber wo war der Schachschrank? Nochmals machten wir uns auf die Suche und fanden ihn schließlich schön versteckt bei den Toiletten. 🙂

Stadtmeisterschaft Starnberg 2017 Runde 2

Jetzt aber schnell! Zusammen mit Hans und André baute ich einige Schachsets und Uhren auf. Zusätzlich mussten natürlich noch pro Brett zwei Partieformulare bereitgestellt werden. Leider konnte Hans nicht genügend ausfindig machen. Wirklich sehr ärgerlich, aber ich spiele ja nicht zum ersten Mal in Starnberg und in weiser Voraussicht habe ich einen Stapel Partie-Formulare von unserem Verein mitgenommen. Auch habe ich eine schicke DGT 3000 im Gepäck gehabt, da ich mir sicher war, dass niemand sich die Mühe machen wird und die in Starnberg eingesetzten Silver-Schachuhren entsprechend der in der Ausschreibung angegebenen Zeitkontrolle zu programmieren. 90 Minuten und 30 Sekunden Zeitzuschlag pro Zug waren angegeben. Bei der DGT 3000 ist das der Modus 12. Bei der Silver existiert dieser Modus nicht und müsste normal manuell programmiert werden. Man entschied sich in Starnberg allerdings, einfach den Modus 90 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug und danach nochmal 30 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug zu nehmen. Springt die Zeitkontrolle um auf die 30 Minuten Restzeit, soll man einfach so tun, als wäre die Zeit abgelaufen. Tjo,- auch in Ordnung. 😉

Stadtmeisterschaft Starnberg 2017 Runde 2

Um 19:30 Uhr schlenderten dann immer mehr Teilnehmer durch den Raum und suchten sich ihr Plätzchen im gemachten Nest. Die üblichen Verdächtigen (inkl. mein Gegner) kamen natürlich erst um 19:35 Uhr ans Brett.

Stadtmeisterschaft Starnberg 2017 Runde 2

Also ganz ehrlich! Es ist einfach nur uncool, wenn ein Schachverein ein Turnier ausrichtet und die pünktlich anwesenden Gäste dazu genötigt werden, sich um den Aufbau und das Material (Partieformulare) zu kümmern. Natürlich kann so etwas mal passieren, aber hier hat das schon seit Jahren System. Ich muss allerdings zugeben, dass sich diese „Ich-bin-für-nix-verantwortlich“-Seuche über recht viele Schachvereine ausstreckt. Übrigens ein weiterer Grund, warum die SF Topschach Gilching einen eigenen Verein gegründet haben. Mir wäre es absolut peinlich, wenn ich als Gastgeber meine Gäste an leeren Tischen begrüßen müsste und nicht ein Duft von frischem Kaffee durch den Raum zieht 🙂 Noch viel schlimmer ist es aber, wenn die Gäste selbst Hand anlegen müssen. Ich kann hier wirklich nur nochmal an alle Schachspieler appellieren, sich wenigstens mal 5 Minuten darüber Gedanken zu machen, was es bedeutet, in einem Verein Mitglied zu sein.

Aber genug gemeckert 🙂 Kommen wir zu den Partien. Ich durfte mal wieder gegen Klaus ran. Wird er wieder 1.Sf3 gegen mich spielen? Ich hatte nur eine leise Vorahnung und konnte mich abermals aus Zeitgründen nicht wirklich ordentlich vorbereiten. Klaus hat mit 1.Sf3 gegen mich einen guten Score und die vergangene Schlachten zwischen uns haben gezeigt, dass er mit seinem Spanier gegen mich oft auf Granit beißt. Aus diesem Grund ist natürlich 1.Sf3 eine gute Wahl, um Eröffnungen aufs Brett zu bekommen, welche ich mehr oder weniger halbherzig im Repertoire habe. Schon nach ein paar Zügen fange ich dann an zu improvisieren und das was ich dann aufs Brett zaubere, kann man mit gutem Willen höchstens noch als kreativ bezeichnen. Viel Schwierigkeiten hatte Klaus von Anfang an nicht gegen mich und nachdem ich einen Qualle-Gewinn überschätzt hatte, ging ich mit einer Figur weniger und einem Bauern mehr in ein Endspiel, dass Klaus sehr souverän zum vollen Punkt geführt hat. Die Partie hat er wirklich von Anfang bis Ende gut gespielt. Hier gibt es keine Ausreden wie etwa zu müde, usw. 🙂

Erwähnen möchte ich hier allerdings noch die Ignoranz von den immer selben Schachspielern, welche es einfach nicht schaffen, nach einer Partie die Klappe zu halten und lautstark mit dem Analysieren anfangen. Da wird noch nicht einmal versucht zu flüstern. Die Bitte, sich doch etwas weiter weg zu setzen oder im Nebenraum zu analysieren wird zwar bejaht, allerdings nicht weiter beachtet. Das sind dann auch die selben Gehirnakrobaten, welche nach ihrer lautstarken Analyse anfangen, die Figuren in den Figurenkasten zu schmeißen und Stühle auf dem Boden hin und herschieben. Frei nach dem Motto „Meine Partie ist rum. Was interessieren mich die anderen Spieler!„.

Ich hatte nun genug Zeit, auf die noch letzte laufende Partie zwischen André und Stephan einen Blick zu werfen. Die Eröffnung hat André ganz gut gespielt, jedoch zeigte sich im Mittelspiel recht schnell seine Unerfahrenheit im koordinieren seiner Figuren. Ein Läufer wurde auf die falsche Diagonale gestellt und der Druck gegen seinen rückständiger Bauern nicht gemindert, als dies noch möglich war. Schnell hatte er dann auch 2 Bauern weniger und zu allem Überfluss tauschte er dann auch noch Figuren ab. Dafür, dass dies seine erste Turnierpartie mit langer Zeitkontrolle war, hat er sich aber insgesamt ganz gut geschlagen. Die Zeit hat er gut eingeteilt und keine Figur einfach stehen lassen. Bei einem Gegner, welcher schon sehr viel Turniererfahrung hat und über 19xx DWZ besitzt, darf das schon mal in die Hose gehen. 🙂

Stadtmeisterschaft Starnberg 2017 Runde 2

Zusammen mit Hans haben wir dann noch alles aufgeräumt und sind um kurz vor 0 Uhr nach Hause gefahren. Was bleibt, ist zumindest in meinem Fall das dringende Bedürfnis, mich bei meinen nächsten Trainingseinheiten explizit mit 1.Sf3 auseinanderzusetzen. André muss einfach noch mehr Erfahrung am Brett sammeln und ein voller Punkt rückt in greifbare Nähe. Der SC Starnberg sollte nach der Neuaufstellung im Vorstand auf jeden Fall mal auf seine Mitglieder einwirken und mitteilen, dass man als Mitglied eines Vereins mehr machen kann, als nur seine eigenen Partien zu spielen. 😉

Die aktuelle Tabelle und weitere Infos findet ihr hier:

http://sc-starnberg.de/turniere/stadt.php

Euer Topschach Benny