Sinquefield Cup & Saint Louis Rapid & Blitz – Liveübertragung

Liebe Schachfreunde,

vom 02.08.2017 bis 11.08.2017 übertragen wir die Partien vom Sinquefield Cup mit LIVE-Kommentar ab 20 Uhr im Topschach-Schachcenter in Gilching. Die weltbesten Schachspieler sind am Start:

• Magnus Carlsen • Fabiano Caruana • Sergey Karjakin • Hikaru Nakamura • Maxime Vachier-Lagrave • Viswanathan Anand • Wesley So • Ian Nepomniachtchi • Levon Aronian • Peter Svidler

Für gute Stimmung und Getränke ist gesorgt. Selbstverständlich werden wir auch diesmal wieder unserem Pizza-Lieferanten Beine machen 🙂

Anmeldungen bitte direkt über unsere Terminseite

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es dann mit der Liveübertragung des Saint Louis Rapid & Blitz Turnier weiter. Selbstverständlich wieder mit LIVE-Kommentar vom 14.08.2017 bis 18.08.2017 ab 20 Uhr im Topschach-Schachcenter.

Um die Krone spielen:

• Fabiano Caruana • Sergey Karjakin • Hikaru Nakamura • Viswanathan Anand • Ian Nepomniachtchi • Levon Aronian • David Navara • Le Quang Liem • Lenier Dominguez • Garry Kasparov

Ja,- ihr habt richtig gelesen! Nach 12 Jahren kehrt Garry Kasparov zurück in die Turnierarena und spielt sein erstes offizielles FIDE-Schnellschachturnier!

Auch hier bitte Anmeldungen direkt über unsere Terminseite

Ein Schachsommer, wie er nicht besser sein kann!

Euer Topschach Benny

 

Schachfreunde Topschach Gilching beim Oberlandpokal 2017 in Bad Tölz

Liebe Schachfreunde,

als ich am Donnerstag von Schachfreund Ulrich Sperber die Info bekam, dass am kommenden Sonntag in Bad Tölz wieder um den Oberlandpokal gespielt wird, war ich schon etwas überrascht, da ich auf der Webseite unseres Schachkreises keine Ausschreibung gefunden habe. Der offizielle Anmeldetermin war schon um einen Tag verstrichen, jedoch versuchte ich es trotzdem mit einer netten Anfrage per Mail. Da wir donnerstags auch unseren Vereinsabend im El Diablo haben, war die Gelegenheit günstig, die für eine Mannschaft notwendigen Teilnehmer zusammenzutrommeln. So fand sich mit André, Oliver, Ralf und meiner Wenigkeit (Benny) eine spontane Mannschaft der SF Topschach Gilching, welche für das Turnier einsatzbereit waren.

Selbst in der Nacht auf Sonntag hat es sich Ralf nicht nehmen lassen, sich noch ein paar Eröffnungstricks anzuschauen. Um 7:45 Uhr trafen wir uns dann auch zur Abfahrt nach Bad Tölz am Topschach Schachcenter. Allerdings warfen wir erst jetzt einen Blick auf unsere WhatsApp-Gruppe, in welcher unser Spieler André kurzfristig absagen musste. Irgendeiner seiner Nachbarn hat mal wieder die Nacht zum Tag gemacht und damit Andre um den für Schachspieler wichtigen Schlaf gebracht. Nun ist es leider so, dass bei diesem Turnier eine Mannschaft aus 4 Spielern bestehen muss. Eine Absage von André hätte den Ausfall unseres gesamten Teams zur Folge gehabt. Für einen Ersatz war keine Zeit mehr. Und so hat André Teamgeist bewiesen und sich doch noch aufgerappelt und die Hinfahrt von gut einer Stunde nach Bad Tölz in Angriff genommen. Es sind genau diese Momente, in welchen uns allen klar wird, was wir für ein tolles Team sind. Danke André!

Ralf, Oliver und ich sind nach einer Stunde Fahrt gut angekommen und haben uns in der Gaststätte „Zum Schützenwirt“ zunächst einen guten Kaffee gegönnt. Dabei machte Ralf die auf dem Lande etwas unangenehme Erfahrung eines Wespenstichs, direkt auf der Innenseite seiner rechten Zughand. !AUA! Aber Ralf hat das locker weggesteckt und war dadurch nur noch mehr angestachelt, sein Bestes Schach zu spielen.

Zwischenzeitlich ist auch André eingetroffen und erinnerte auf den ersten Blick an eine Szene aus „Walking Dead“. Wenn man im Lexikon nach dem Wort „todmüde“ sucht, wird man mit Sicherheit ein Bild von André finden.

Nun ging es an die Mannschaftsaufstellung. Wer soll an welchem Brett spielen? Die „Starken“ ganz nach vorne? Nach kurzer Absprache entschlossen wir uns zu einer taktisch klugen Aufstellung gegen unserer versierten Gegner aus Wolfratshausen (3 Mannschaften) und Bad Tölz (2 Mannschaften). Wir setzten unsere Newcomer Oliver und André an Brett 1 und 2. Ralf und ich spielten an Brett 3 und 4. Die Idee war, dass wir auf diese Weise an den hinteren beiden Brettern in jeder Runde gute Chancen auf auf 2 Punkte haben und wir damit zumindest in einigen Runden nicht komplett untergehen würden. An den beiden Brettern vorne war die Möglichkeit immer vorhanden, dass mindestens ein halber Punkt zum Sieg (2,5 Punkte) rausspringt.

Schachfreund Uli meinte hier in seiner gewohnt witzigen Art, dass er diese Taktik, Oliver und André vorne abschlachten zu lassen und hinten die Punkte gemacht werden nicht schlecht findet.

Mit 30 Minuten Bedenkzeit/Spieler begann dann auch die erste Runde und wir holten hinten die 2 nötigen Punkte zum Unentschieden. Für uns ein guter Einstieg. Es ging Runde für Runde weiter, aber mehr als das Unentschieden konnten wir leider nicht erreichen. Dabei muss man aber erwähnen, dass es an unseren Brettern 1 und 2 nicht zum „Abschlachten“ kam. Sowohl Oliver, als auch André spielten richtig guten Schach und bekamen immer gute Stellungen (teilweise auch Gewinnstellungen) gegen Gegner, jenseits der 2000 DWZ Marke. Bei André war es die Müdigkeit, welche zum Konzentrationsmangel führte und schließlich zum Verlust der Partien. Nach 2 Runden wollte er verständlicherweise einfach nur noch nach Hause in Bett und da die Gesundheit wichtiger ist, als irgendwelche Schachpartien, waren wir ab Runde 3 nur noch zu Dritt. Macht aber nix! 🙂

In Runde 3 schafften wir unser Mindestziel (2 Punkte) nicht. Ralf konnte seine verlorene Stellung aber gekonnt ins Remis retten (Gegner überschritt die Zeit) und ich profitierte von der Blindheit meines Gegners, welcher einen Qualitätsgewinn verpasst hat und mich förmlich zwang meine Partie zu gewinnen. Die letzten 3 Runden zeigten aber auch, wie sich unser Brett 1 (Oliver) immer mehr in das Turnier hineingefunden hat. Mit jeder Runde spielte Oliver konzentrierter und besser. Die Qualität seines Spiels war einfach bemerkenswert.

In Runde 4 traf es dann mich. Nachdem Oliver gegen einen Fidemeister gut mitgehalten hat und am Ende doch die Segel streichen musste, lag es an Ralf und mir, für die beiden notwendigen Punkte zu sorgen. In meiner Partie gegen Uli kam dann auch schnell das Remisangebot, welches ich aber im Sinne der Mannschaft ablehnte. Ich opferte die Qualität, um der Partie Spannung zu geben und kämpfte mit König + Turm + Läufer + 6 Bauern gegen König + 2 Türme + 4 Bauern um den Sieg. Dabei musste ich Zugwiederholungen zu meinen Ungunsten ausweichen und mir viele taktische Gemeinheiten einfallen lassen. Mal drohte ich recht witzig matt und dann wieder Materialgewinn. Wie mir Uli nach der Partie sagte, sah er erst im letzten Moment das drohende Übel und war oftmals kurz davor, ins verderben zu rennen. Am Ende war dieser Kampf jedoch unglaublich kraftraubend und um einer weiteren Zugwiederholung auszuweichen, gab ich meinem Gegner dann doch die Gelegenheit mich matt zu setzen. Wirklich schade!

In der letzten Runde spielte mein Gegner mit den weißen Steinen einen Spanier, wobei es nicht lange dauerte, bis von ihm die ersten komischen Züge aufs Brett kamen. Ich fühlte mich wohl und bereitete schematisch meinen Angriff gegen seinen König vor. Zu diesem sollte es allerdings nicht kommen, da ich ein einfaches Abzugsschach übersehen hatte und meine Dame verlor. Diese Partie war als eine der ersten in dieser Runde vorbei. Nun lag es an Ralf und Oliver. Ralf befand sich in einer schwierigen Stellung, in welcher er am Damenflügel Freibauern hatte und sein Gegner im Zentrum. Hier machte Ralf den kleinen Fehler, seine Freibauern nicht zu aktivieren und versuchte stattdessen seine Figuren für einen Angriff gegen den schwarzen König zu koordinieren. Das kostete Zeit und diese Zeit hat sein Gegner genutzt, um seinerseits seine Bauern im Zentrum in Richtung Umwandlungsfeld zu schieben. Ralf sah das Unglück auf sich zukommen und begann in beidseitiger Zeitnot seinen Gegner mit kleinen taktischen Drohungen zu ärgern. Diese kleinen Stiche zeigten Wirkung und ließen die Zeit seines Gegner dahinschmelzen. Plötzlich kam das druckvolle Spiel von Schwarz ins Stocken und Ralf erkannte seine Chance. Er übernahm die Initiative und drohte plötzlich Matt und Figurengewinn zugleich. Sein Gegner hätte hier in ein ausgeglichenes Endspiel abwickeln können, wollte aber selbst angreifen. Er ignorierte die Mattdrohung und gab mit einem seiner Lawinen-Bauern Schach. Ralf zog den König weg. Noch immer drohte Ralf einzügig Matt. Der Gefahr nicht bewusst, zog sein Gegner einfach einen Abwartezug und Ralf nahm ganz automatisch mit dem Turm einen bedrohlichen Bauern raus. Erst jetzt bemerkte Ralf, dass er das einzügige Matt verpasst hatte. Sehr ärgerlich, aber in diesem Moment war dann auch schon die Zeit seines Widersachers abgelaufen. Der Punkt war gesichert! Ralf erklärte sein verpasstes Matt in 1 damit, dass er nicht damit rechnete, dass sein Gegner das Matt nicht abdecken würde und plante deshalb direkt das Schlagen des Bauers. Absolut verständlich!

Es lief noch die Partie von Oliver und mittlerweile hat sich eine ganze Traube von Schachspielern um das Brett versammelt. Was war da los? Ein Blick aufs Brett verdeutlichte die Situation. Sein Gegner mit etwa 2200 DWZ stand leicht besser, jedoch stellte Oliver ihn immer wieder vor neue Probleme, welche viel Zeit zum Lösen beanspruchten. Mit vielen Bauern auf dem Brett und jeweils einem Springer, hatte Oliver noch gut eine Minute auf der Uhr, während sein Gegner mit gerade mal 8 Sekunden ums Überleben kämpfte. Mit nur noch 4 Sekunden auf der Uhr bot der 2200er-Spieler dann Remis an, welches Oliver überraschenderweise angenommen hat. Oliver hätte ihn problemlos über die Zeit ziehen können, aber besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Es bestand immer noch die Möglichkeit, dass Oliver einen unbedachten Zug macht, wie etwa seinen König ins Schach stellt und dann hätte der Gegner direkt auf Gewinn reklamieren können. Für uns hat Oliver trotz des Remis die Partie gewonnen. Diese 4 Sekunden hätten nie gereicht, um auch nur irgendetwas ausrichten zu können!

Ein fantastisches Ergebnis! Sowohl bei André, als auch bei Oliver konnte man sehr gut sehen, wie gut sie Schach spielen, wenn man ihnen einfach mehr Zeit gibt. Dieses Turnier hat Spaß gemacht und unseren noch Turnier-unerfahrenen Spielern gewaltiges Selbstvertrauen gegeben. Diesen Schwung werden wir in unsere erste Saison mitnehmen und ich bin mir sicher, dass wir hierbei für die ein oder andere Überraschung sorgen werden.

Danke auch an Hans, Janós und André, welche uns während des Turniers über unsere WhatsApp-Gruppe moralisch unterstützt haben.

Manch einer mag uns in einer Schachpartie schlagen können, aber unser Teamgeist ist nicht zu bezwingen! 🙂

Hier noch eine Auswahl an Bild-Impressionen:

Taktiktraining zum Frühstück #6

Ein guter Morgen beginnt für einen Schachspieler wohl immer mit einem duftenden Kaffee und einer kleinen Schachaufgabe. Die folgende Stellung kam 1999 beim Politiker Cup zwischen de Firmian (2598) – Barkhagen (2442) aufs Brett. Hier ist Endspielwissen und gute Berechnung gefragt. Weiß am Zug gewinnt! 🙂

Taktiktraining zum Frühstück #5

Beim unserer Schachtaktik zum Frühstück wollen wir diesmal etwas gemächlicher vorgehen. Keine wilden Opfer und Einschläge werden in der vorliegenden Stellung gesucht, sondern eher ein Schuss mit dem Schalldämpfer.

Seo (2270) – Grueso Cordoba (2108)
ch-SWE U20 Runde 3 Stockholm 10.07.2017

Weiß am Zug gewinnt!

Schachtraining – Von den Russen lernen!

Unsere Vorbereitungen auf den ersten Mannschaftskampf in der B-Klasse Nord im Schachkreis Zugspitze laufen auf Hochtouren. Voller Motivation und fanatischer Hingabe kämpfen sich unsere Gladiatoren durch Taktikaufgaben, Eröffnungsvarianten und Endspiel-Studien. Auch die Schachstrategie kommt nicht zu kurz und sorgt für Schweißperlen und Muskelkater. Auf der Suche nach weiteren Trainingskonzepten kam unser Vollzeitmitglied János auf die glorreiche Idee, doch mal über den Tellerrand zu schauen und einen Blick auf die erweiterten Trainingsmethoden der russischen Schachelite zu werfen.

Folgendes Video kann ich zur Festigung des schachlichen Horizontes wärmstens empfehlen:

Vielen Dank an János für diesen instruktiven Beitrag, welcher ab sofort in unser Trainingskonzept aufgenommen wird.

Taktiktraining zum Frühstück #4

Beim Najdorf Memorial Schach-Open in Warschau 2017 gab es in der Partie zwischen Mulet (2307) und Khalafova (2224) in Runde 6 ein sehr interessantes taktisches Motiv, welches man nicht alle Tage sieht. Die Harmonie der koordinierten Figuren von Weiß grenzt an Perfektion.

Jetzt noch schnell einen Schluck vom Frühstückskaffee nehmen und auf geht’s! Weiß am Zug gewinnt!

Schönes Matt in 4…

Autor: André

In meinem letzten Spiel gegen den Mephisto Exclusive MM2a auf Level 2 mit Schwarz, kam es im 32.Zug zu folgender Stellung:

Auf 31. … Txc3 antwortete Weiß 32. Dc2e2 und machte den Weg frei. Schwarz am Zug, Matt in 4. Viel Spaß! 😉

Taktiktraining zum Frühstück #3

Das auch Weltklassespieler mal danebengreifen können, zeigt die folgende Stellung in der Partie zwischen Caruana (2808) und Bacrot (2708) gespielt beim GCT Rapid Paris in Runde 6 am 22.06.2017.

Caruana zog hier mit den weißen Steinen 30.Ld3? und stand schnell auf Verlust. Wie hätte er stattdessen auf Sieg spielen können?

 

Feierabend Taktik #4

Zum Feierabend habe ich diesmal ein Endspiel ausgewählt, welches nicht ganz so einfach zu lösen ist. Weniger Figuren bedeutet nicht automatisch weniger Schwierigkeiten! In dem vorliegendem Endspiel hat Weiß sehr elegant und tiefsinnig den Gewinnweg gefunden.

Findest Du ihn auch?

Sonntag Mittag Taktik #1

Beim Helmut-Kohls-Turnier des Sparkassen Chess Meeting 2017 kam es in Runde 3 in der Begegnung zwischen Korten (2146) und Stemmler (1972) zu folgender Stellung:

Schwarz zog mit seinem letzten Zug seinen Läufer von d7 nach g4 und gab dem Weißen damit einen guten Grund für Freudensprünge. Weiß am Zug gewinnt! Wie?