Bericht von Wernigerode 2019

Cup der Deutschen

Hoffnung auf den Pott Einheit 2019

von André

Vom 1.bis 6.Oktober 2019 fand nun bereits zum 10.Mal das Turnier „Cup der Deutschen Einheit“ in Wernigerode im Harz statt. In 12 Klassen sollte um den jeweiligen Klassen-Pokal gespielt und gekämpft werden. Unser Mitglied André nahm die Herausforderung an und machte sich auf den Weg nach Wernigerode.

Aller Anfang ist schwer… besonders wenn man am Tag der Anreise bereits nachts um 2 von Sirenen aus dem Schlaf gerissen wird und dann nicht mehr einschläft. Dann um 7 Uhr aufstehen, damit man ab 8 Uhr die 580km nach Wernigerode fahren kann um dann dort am selben Tag noch eine Turnierpartie zu spielen. Needless to say, es endete zugunsten eines 13-jährigen Jungen, der sich selbst bei eindeutig guten Zügen zu seinem Vorteil schwer tat sie auszuführen. Ich übersah einfachste Drohungen und tauschte Figuren mit Verlust.

Im 29.Zug gab ich auf.

Neuer Tag neues Glück. Ich trat mit Weiß gegen seinen Großvater an. Wie es schien war die Familie angereist, nur spielte der Vater bei den 1700ern. Es kam ein Spanier mit der Cordel-Variante aufs Brett, durch Zugumstellung zur Berliner Verteidigung/Beverwijk Variante. Es lief schon wesentlich besser, doch morgens um 09:30 ist trotzdem hart und Müdigkeit hilft nicht. Im 31.Zug war ich dann zu gierig, hab anstatt meinen Läufer nach a5 zu retten seinen Bauern auf a6 geschlagen und entschärfte somit meinen Angriff.

Nach einigen hin-und-her Zügen mit Turm und König einigten wir uns auf Remis. Immerhin.

Dritter Tag, endlich ein anderer Nachname als Gegner. Doch heute ist die Doppelrunde und es lief hervorragend! Mein Gegner spielte Giuoco Piano mit c3 und d3. Im 11. Zug spielte er Springer g5 und es sah schon ziemlich fragwürdig aus. Mit Hilfe der Fesselung seines e4 Bauern gelang mir eine gute Taktik und ich gewann seinen Läufer und einen Bauern.

Ich zog es mit zwei Freibauern zu Ende und setzte ihn mit der Umwandlung des f-Bauern … Patt!

Das sollte nicht mein Turnier werden…  Ich spürte wieviel Frust ein Turnier-Schachspieler ertragen können muss um danach immer noch an sich selbst oder wen auch immer zu glauben! Wie kann man am Brett nur so einschlafen? Manchmal ist die Kontrolle der eigenen Emotionen wesentlich schwerer als die Stellung auf dem Brett.

Egal, heute ist Doppelrunde. Ich spielte Weiß und mein Gegner Skandinavisch. Ok, dann halt so. Ich erspielte einen kleinen positionellen Vorteil und verspielte ihn wieder, und so ging es bergab mit der Stellungsbewertung. Er erspielte sich je einen Freibauern auf je einer Seite des Brettes und hatte danach sogar 2 verbundene Freibauern auf der Damenseite, doch verspielte beide gegen meinen Springer, der dabei drauf ging. Aber das war es wert. So ging es weiter bis mein Gegner im 54.Zug mit einer Stockfish-Wertung von -62 besser stand. Doch g6 … sah er nicht. Ich räumte seine verbleibenden Bauern bis auf einen mit dem König ab und wir wandelten beide je einen Bauern in Damen um und machten Remis! Was – ein – Krimi! Um das nachvollziehen zu können stell ich hier mal die ganze Partie rein:

Vierter Tag. Zum Glück nur eine Partie, aber 09:30 ist echt nicht meine Zeit! Am Tag zuvor hatte ich auf die Partienotation meiner Sitznachbarin geschielt und gesehen, dass ihr Gegner d4-c4-Sc3 spielt. Wie es das Schicksal wollte bekam ich heute diesen als Gegner. Also bereitete ich mich auf Nimzo-Indisch vor. Voilà … und es kam aufs Brett. Er wählte ab da die Leningrad Variante und ich entschied mich demnächst nochmal etwas tiefergehend damit zu beschäftigen (bisher bekam ich Varianten wie Sämisch oder Ld2). Er erspielte einen kleinen Vorteil und verspielte ihn. Dann erspielte ich einen kleinen Vorteil, und verspielte ihn. Die Waagschalen wogen hin und her. Er machte einen positionellen Fehler und ich hatte nicht genug Erfahrung diesen zu verwerten.

Am Ende war ich müde und ging wiedermal auf Remis ein.

Fünfter Tag. Ich spielte nun ein zweites Mal hintereinander Schwarz und mein Gegner d4 und Lf4. Hatte ich schon gesagt wie sehr ich London hasse? Egal… Es wird gegessen was auf den Tisch und gespielt was aufs Brett kommt. Mein Gegner spielte seinen Springer von f3 nach h4 und es sah schon komisch aus. Infolgedessen öffnete er die f- und ich die h-Linie und so griff er mit Schwerfiguren auf der Königseite an und ich kam nicht zum rochieren. Eine echt unangenehme Situation und ich fand mich wehmütig damit ab mich bis auf die Knochen verteidigen zu müssen, was das Holz hergibt! Nach einigem Überlegen nahm ich sogar den König als Verteidigungsfigur hinzu und spielte meine Dame in die Offensive. Er bot mit Dh5+ Damentausch an und entschärfte damit seinen Angriff. Durchatmen! Ich konnte meine Türme aktivieren, auf die offene f-Linie stellen und noch einen davon abtauschen und nun sah es gar nicht mal so schlecht aus. Schon wieder so ein Krimi! Nach einem desolaten Fehlzug seines Königs gewann ich seinen zweiten Turm gegen meinen Läufer und hatte nun einen Freibauern, den er aufgrund einer weiteren Gabel nicht mit dem König nahm. Der Bauer promovierte auf c1. Er nahm mit seinem König noch meinen Springer vom Brett, ich zog die Dame und er gab auf.

Erst zurück auf dem Hotelzimmer fiel mir auf, dass ich mit Dc6 das Matt in 1 übersehen hab! Facepalm! Ich glaubs nicht…! Der Schmerz sitzt mittlerweile schon sehr tief! Trotzdem konnte ich mich endlich mal überschwänglich über den Punkt freuen!

Sechster Tag, letzte Partie. Jetzt kommt der Witz… Ich hatte meinen Gegner vorab im Internet gegoogelt und ein Foto von 2015 gefunden, auf dem er Schwarz spielt, so wie er es in meiner nächsten Partie tun sollte. Auf dem Foto waren die ersten 2 Züge zu sehen: 1.e4 e6 2.d4 d5. Ich bereitete mich auf Französisch vor und wählte vorab Tarrasch. Allein weil’s interessant ist. Es kam wies kommen sollte:  1.e4 e6. Ich dachte nur YES!!! Und freute mich über Tarrasch. Im neunten Zug schlug er mit cxd4 meinen d4 Bauern raus und kam dann mit seiner Dame auf b6 und dem anrückenden a-Bauern hinterher. Nun, all das ist zu verteidigen. Ich lenkte mit ein paar Mattdrohungen ab. Er tauschte seinen Springer gegen meinen Läufer und vergrub die Dame auf a7 (?). Er verschwendete ab da viel Zeit mit Bauernzügen auf der Damenseite und gab mir Zeit einen Angriff auf seinen König zu planen. Nur zwei Züge später war es soweit. Meine Dame auf h6, Springer auf g5, abgetauscht und mit dem Läufer hinterher, gestützt mit einem Zentrumsbauern. Die Türme verdoppelt und er sah kein Land, geschweige denn irgendwelche sinnvollen Felder für seine Figuren mehr. Ich dafür wie er mir im 30.Zug die Hand reichte.

Ich war durch. Das war echt viel Aufregung für 6 Tage. Zeit für ein Fazit:

  • 1200er spielen manchmal ziemlichen Müll. Machen langsame oder fragwürdige Züge, entschärfen ihre eigenen Angriffe und ziehen mitunter eine verlorene Partie bis zum Matt in der (berechtigten!) Hoffnung doch noch Remis machen zu können. (Weiß ich, weil ich selbst einer bin 😉 )
  • 1200er zu besiegen ist leicht möglich, wenn man nur genug aufpasst. (Weiß ich, weil ich selbst einer bin 😉 )
  • Emotion ist der größte Feind. Und er steckt in einem selbst. Das Selbstvertrauen ebenso.
  • Charakteristisch sind meine Partien in der sonderbaren Art und Weise, das der Gegner angreift, er seinen Angriff entschärft und ich dann mit Gegenangriff komme, der ihn überrollt. In den letzten beiden Partien hat es wunderbar funktioniert. Ich hab viel Zeit investiert gründlich nachzudenken. Am Ende der Partie hat mein Gegner die Zeit gebraucht.

Bis zum nächsten Mal, Euer André

Schach-Grillen mit den Schachfreunden Topschach

Endlich Sommer! Zumindest die letzten Tage waren ein guter Vorgeschmack auf das, was laut Wetterberichten bald dauerhaft der Fall sein wird. Sonne pur! 🙂 Die Schachfreunde Topschach nutzten die Gunst der Stunde und trafen sich gestern spontan zum gemeinsamen Schach-Grillen. Mit dabei war auch Helmut Becker vom Nachbarverein TuS Fürstenfeldbruck. Spannende Partien, leckeres Essen und erfrischende Getränke sorgten für gute Stimmung bis in den späten Abend.

Schachfreunde Topschach Grillen

Bis bald

Euer Benny

 

Endspieltraining – Dame gegen Bauer

Manche Schachendspiele wirken auf den ersten Blick für die dominierende Seite klar gewonnen. Gerade Endspiele in welchen die eine Seite eine Dame hat und die andere Seite seine Hoffnung nur noch in einen vereinzelten Bauern setzt, kann es zu Überraschungen kommen. Das folgende Video gibt euch einen Überblick:

Viel Spaß beim Trainieren

Euer Benny

 

Schachtraining, Blitzen und Bughouse

Auch unter Titelträgern hat sich unser donnerstags stattfindendes Schachtraining herumgesprochen und dies stellt den Schachtrainer vor die schöne Herausforderung, die Schere zwischen 1000 und 2500 DWZ mit Inhalten zu füllen, welche für jeden anwesenden Teilnehmer lehrreich und unterhaltsam ist. Auch diesmal ist es wieder gelungen und bemerkenswert ist hierbei, wie schnell zum Beispiel IM Thomas Reich Ideen und Motive einer Eröffnung erkennt, welche er selbst nicht spielt. 🙂

Peter erweiterte an diesem Tag unsere Schachrunde und nutzte beim Vereinsabend die Möglichkeit, sich vom IM Ritschi matt setzen zu lassen 😉

Hier ein paar Bildeindrücke:

Schachfreunde Topschach

Schachfreunde Topschach

Schachfreunde Topschach

Schachfreunde Topschach

Schachfreunde Topschach

Schachfreunde Topschach

Zum Abschluss wurde auf diesen gelungenen Vereinsabend nochmal ordentlich angestoßen 🙂

Friede bis zum nächsten Krieg

Euer Benny

Neue Mitglieder – Vorstellungsgespräch

Liebe Schachfreunde,

täglich erhalten wir viele Anfragen von Schachspielern, welche gerne in unserem Verein Mitglied werden möchten. Die erste Hürde ist unser Antragsformular. Wer es tatsächlich durch unseren SPAM-Filter schafft, wird zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Aber auch das ist keine Garantie für eine Aufnahme, wie folgendes Video von einem der letzten Vorstellungsgespräche aufzeigt:

 

Aber lasst euch nicht entmutigen. 🙂

Bis bald

Euer Benny

In Unterzahl siegreich gegen Fürstenfeldbruck

Mit dem Tabellendritten Fürstenfeldbruck erwartete uns am Sonntag nochmal ein dicker Brocken. Auf Grund der andauernd schönen Wetterlage war mir als Mannschaftsführer schon am Samstag klar, dass wir nur zu Viert antreten werden. Unsere Bretter 3 und 5 fielen aus. Dies hat mich zu einem in Sportkreisen recht ungewöhnlichen Schritt bewogen. Ich habe den Mannschaftsführer unserer Gegner Peter Kreutner angerufen und ihm mitgeteilt, an welchen Brettern wir wohl keine Präsenz zeigen werden. Er war überrascht von dieser Fairness, jedoch halte ich es für eine Selbstverständlichkeit, keine zwei gegnerischen Spieler unnötig zum Mannschaftskampf antreten zu lassen. Vor allem an so einem sonnigen Sonntag.

Kurz vor Beginn des Mannschaftskampfes bedankte sich Peter dann auch nochmal für diese faire Geste und teilte mit, dass der Verein durch diese Info in der A-Klasse sechs Spieler aufstellen konnte, anstatt nur fünf.

Zwar offenbart man mit dem Mitteilen der eigenen geplanten Aufstellung der gegnerischen Mannschaft Informationen, mit welchen der Gegner seine Aufstellung evtl. spielentscheidend anpassen kann, aber ich denke, dass das Fairplay-Prinzip einen höheren Stellenwert hat.

Unsere letze Runde dieser Saison startete pünktlich und unsere Gegner fühlen sich sichtlich wohl in unserem Schachcenter. Obwohl wir durch unsere zwei fehlenden Spieler bereits zu Beginn mit 0:2 im Rückstand waren, rechnete ich mir gute Chancen aus. An den Brettern 1 und 2 sind wir unseren Gegnern rein von der DWZ gesehen überlegen. Hier sollten zwei volle Punkte ziemlich sicher drin sein. An Brett 4 ging André Krupke für uns an den Start. Sein hartes Training der letzten Monate trägt mittlerweile Früchte und ich kann sagen, dass er mit seiner 11xx DWZ absolut unterbewertet ist. Er hat enorm an Spielstärke zugelegt und zeigte dies bereits in den vergangenen Mannschaftskämpfen. Auch hier war ich mir ziemlich sicher, dass wir den vollen Punkt einfahren können. An Brett 6 hatten wir die Quereinsteigerin Sandy gesetzt. Gerade mit den weißen Steinen hat sie sich ein recht sicheres Repertoire erarbeitet und in den letzten Mannschaftskämpfen mit den weißen Steinen sicher gepunktet. Wir spielten also trotz dem 0:2 Rückstand auf Sieg.

An Brett 1 kam Ralf Ludwig mit den schwarzen Steinen recht ordentlich aus der Eröffnung und hatte das angenehmere Spiel gegen Thomas Hirn. Ich selbst durfte gegen Andreas Marb mit den weißen Steinen mein Glück versuchen. Mit den Gedanken war ich kurzzeitig noch bei meiner letzten Partie im Mannschaftskampf gegen Ammersee. Nicht noch einmal wollte ich zum Scheitern verurteilte Eröffnungsexperimente wagen und von Anfang an ordentliches Schach spielen. Dies gelang mir Dank der Mithilfe meines Gegners auch ziemlich gut, wie folgende Stellung nach gerade 12 gespielten Zügen aufzeigt:

Während Weiß die Entwicklung nahezu abgeschlossen hat, ist die schwarze Stellung eine einzige Baustelle. Ich habe hier recht lange an dem Zug 13.Sd4 herumgerechnet und plante, die Figur auf e6 „reinzuopfern“. Die danach entstehenden Stellungen erschienen mir ziemlich aussichtsreich, jedoch kämpfte ich mit Selbstzweifeln. Was, wenn ich eine studienhafte Ressource von Schwarz übersehen habe, die mich am Ende den Punkt kosten würde? Ich muss zugeben, dass ich zu diesem Zeitpunkt der Partie ziemlich rechenfaul war. Mir war bewusst, dass ich besser stehe und auch andere, weniger riskante Fortsetzungen, zielführend sind.

Die Partie verlief nun trotz der schönen Stellung von Weiß über lange Zeit ziemlich schleppend. Gegen Ende brach mein Gegner aber dann doch ein. Sein zunächst aktives Spiel wurde passiv und es kam gegen Ende zu folgender Stellung:

Spätestens hier war mir klar, dass diese Partie nur noch ein Ergebnis haben wird. Ich zog die Dame nach f3 und wollte den Sack zu machen. Wenige Züge später war es dann auch soweit:

Weiß droht nun ganz bitter den Turm a1 nach a6 zu ziehen. Mein Gegner versuchte noch mittels König b8 seiner Dame ein Luftloch zu geben, gab aber nach Turm a8+ direkt auf. Damit hatten wir den ersten wichtigen Punkt im Sack und es stand 1:2.

Ich hatte nun Zeit, mir die restlichen drei laufenden Partien anzuschauen. Ralf hatte aus dem Mittelspiel in ein Turm + Springer gegen Turm + Springer Endspiel mit einem eigenen Mehrbauern abgewickelt, welcher zudem noch ein Freibauer war. Sein Turm war allerdings zur Passivität verdammt und musste die eigenen Bauern schützen. Eine Verwertung des Mehrbauern war nur mit viel Fantasie vorstellbar. An Brett 4 hatte Andre in der Zwischenzeit die Qualität gewonnen und zudem noch die klar bessere Stellung. Etwas ungläubig schaute ich auf die gegnerische Zeit und die Partienotation. Andrés Gegner Edgar Kerseböhmer hatte nur noch 1 Minute und 20 Sekunden um 17 Züge bis zur Zeitkontrolle auszuführen. Trotz des 30 Sekunden Zeitbonus pro Zug in dieser Stellung eine sehr gewagte Aufgabe. Ein paar Züge später war es dann auch so weit. Edgar überschritt die Zeit und André reklamierte dies erfolgreich. Damit stand es nun 2:2!

Sandy hatte an Brett 6 aus der Eröffnung einige gegnerische Bauern eingesammelt und stand überragend. Mit einem Turm auf der siebten Reihe + Läufer welcher von der Dame gedeckt wurde hatte sie ihre Figuren sehr schön in den Angriff koordiniert. Sie drohte ein verheerendes Abzugsschach. Leider ging Ihr Angriff auf Kosten einer sicheren Grundreihe. So gab sie Ihrer Gegnerin Jana Hirn die Chance auf einen Gegenangriff mit der Dame. Es folgten einige Schachs und Jana jagte den König von Sandy einmal komplett übers Schachbrett. Hierbei hatte sie die Chance verpasst, matt zu setzen. Nachdem das Donnerwetter der Schachgebote vorüber war und Jana den weißen König nicht mehr Bedrängen konnte, passierte ihr ein entscheidendes Missgeschick. Jana stellte ihre Dame auf die Feldfarbe des weißen Abzugsschach-Läufers. Sandy ließ sich nicht zweimal bitten und griff mit gleichzeitigem Schachgebot des Turms auf er siebten Reihe mit dem Läufer die Dame an. Das Taktiktraining hat sich wieder einmal gelohnt. Im weiteren Verlauf gelang es ihr dann auch noch sehr geschickt, einen Springer zu erobern. Im Schlussakkord zeigte sie dann nochmal ihre taktischen Fähigkeiten, indem Sie gekonnt die Dame für den von Schwarz übrig gebliebenen opferte, um  mit ihrem Freibauern postwendend direkt eine neue Dame ins Spiel brachte. Wenige Züge später gab Jana die Partie auf und wir lagen mit 3:2 in Führung. Alle Augen und die Entscheidung wie dieser Mannschaftskampf ausgehen wird lagen nun bei Ralf.

Ein Blick auf das Brett offenbarte eine Zwickmühle. Zwar hatte Ralf noch immer einen Mehrbauern, der zudem ein Freibauer war, jedoch hatte Thomas ziemlich geschickt den guten Ralf in Zugzwang gebracht. Es gab keinen Ausweg. Ralfs Turm stand so ungünstig, dass er den Turm seines Gegner abtauschen musste und er durch die ungünstige Stellung seines Königs zwei weitere Bauern verlieren würde. Ralf stand mit dem Rücken zur Wand. Ein Sieg war nicht mehr drin und wenn Ralf nicht aufpasst, würde er diese Partie sogar noch verlieren. Mit knapper Bedenkzeit und genauen Zügen gelang es ihm aber, die Partie in den Remishafen zu retten und unserer Mannschaft den zweiten Sieg eines Mannschaftskampfes zu bescheren. 3,5:2,5!

Schachfreunde Topschach Sieg

Trotz des Erfolges für die Mannschaft war Ralf mit seiner Partie unzufrieden. Er wollte gewinnen und es sah auch lange Zeit nach einem Sieg aus. Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen und auch ich habe es mehr als einmal erlebt, wie man in einer gewonnenen Stellung aus dem Nichts plötzlich ums Remis kämpfen muss.

Nach der Eingabe des Ergebnisses warteten wir gespannt auf die Tabelle mit dem Endstand. Um kurz vor 18 Uhr war es dann auch soweit:

B-Klasse Nord 2019

Durch unseren Sieg und der Niederlage von Germering konnten wir am Ende in der Tabelle nochmal einen Platz gut machen. Mit dem fünften Platz sind wir mehr als zufrieden. Als Ziel unserer zweiten Saison hatten wir uns den Sieg eines Mannschaftskampfes gesetzt. Dieses Soll hatten wir bereits in der letzten Runde erfüllt. Mit dem Sieg in der letzten Runde haben wir uns nochmal selbst belohnt.

In der kommenden Saison haben wir größere Ambitionen. Unsere Mannschaft wird mit unserem neuen Mitglied Matthias Nerlinger verstärkt und beim Kampf um den Aufstieg wollen wir ein ordentliches Wörtchen mitreden. 😉

Bis bald

Euer Benny

GM Niclas Huschenbeth knackt die 2600 ELO und qualifiziert sich für den FIDE World Cup 2019

Mit viel Kampfgeist ist unser Mitglied GM Niclas Huschenbeth in die Europameisterschaft 2019 gestartet und hat sich in der letzten Runde mehrere Träume erfüllt. Mit seiner Gewinnpartie in der letzten Runde gegen den starken GM Romain Edouard hat er die 2600 ELO Schallmauer durchbrochen und sich als Sahnehäubchen mit seinem 9. Platz für den FIDE World Cup 2019 qualifiziert. Der FIDE World Cup ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 🙂 . Sollte Niclas den World Cup gewinnen, wäre er für das WM-Kandidatenturnier qualifiziert und könnte damit in langen Schritten in Richtung Weltmeisterschaft laufen. Ok,- eventuell etwas hoch gegriffen, aber träumen darf man ja. 🙂

Niclas Huschenbeth hat es geschafft!

Niclas Huschenbeth hat es geschafft!

Während der elfründigen Europameisterschaft musste Niclas einige Hürden meistern. Ausnahmslos starke Gegner galt es unter Kontrolle zu halten. In den letzten drei Runden ist er praktisch durchmarschiert und hat seine Gegnerschaft förmlich deklassiert.

Niclas Results

Hier die entscheidende Partie der letzten Runde:

Nach der Partie blieb Niclas noch am Brett sitzen und konnte sein Glück kaum fassen. Hier die sehr emotionalen Bilder:

Ab 04:25:53 sieht man Niclas 🙂 https://www.youtube.com/watch?v=Xf0tT-wMIS8&amp=&t=15953s

Herzlichen Glückwunsch Niclas! Du hast es geschafft!

Bis bald

Euer Benny

Sieg im Mannschaftskampf gegen den SC Ammersee

Am gestrigen Sonntag schrieb unser noch junger Verein mit einem Sieg im Mannschaftskampf gegen den SC Ammersee Geschichte. Schon in der letzten Saison waren wir immer wieder nah dran, die vollen drei Punkte bei einigen Mannschaftskampf zu erkämpfen. Immer wieder schlidderten wir haarscharf an einem Sieg vorbei. Siegten wir an den unteren Brettern, wurde an den oberen Brettern geschwächelt. Holten wir an den oberen Brettern die Punkte, ließen wir diese an den unteren Bretten auf halber Strecke liegen. Es war wie verhext.

Unsere Mannschaft hat den Glauben und den Mannschaftsgeist aber nie verloren und weiter hart trainiert. Das uns ausgerechnet gegen den SC Ammersee die Schachgöttin Caissa hold war, ist in zweierlei Hinsicht sehr zufrieden stellend. Zum Einen haben einige unserer Spieler endlich auch mal gewonnene Stellungen konsequent zum vollen Punkt geführt und zum Anderen schwellt seit mittlerweile fast 10 Jahren eine Abneigung gegen Mitglieder des Vorstands des SC Ammersee (speziell gegen Christoph Schöner). Seinerzeit hatte sich Topschach als Sponsor des SC Ammersee angeboten und wurde mehrfach hintergangen. Seitdem versucht Christoph Schöner krampfhaft seinen Heiligenschein aufrecht zu erhalten. Gelungen ist ihm das nicht immer. Die Fassade des Christoph Schöner bröckelt schon lange.

Zum Glück besteht der SC Ammersee aber mehrheitlich aus wunderbaren Mitgliedern, welche den Verein prägen. Mit den meisten Spielern des SC Ammersee haben wir ein sehr gutes Verhältnis. So trafen wir beim aktuellen Mannschaftskampf auf mehr bekannte Gesichter, als zunächst erwartet. Sowohl die zweite, als auch die dritte Mannschaft des SC Ammersee musste am Sonntag ein Heimspiel durchführen. Das versprach viele spannende Partien. Gespielt wurde in den Räumen der Nachbarschaftshilfe in Inning und die Spielbedingungen waren dadurch wirklich sehr gut. Perfekte Lichtverhältnisse und genügend Platz an allen Brettern. Auch an die Versorgung der Schachspieler wurde vorbildlich gedacht. Das war beim SC Ammersee nicht immer so. Siehe http://forum.topschach.de/sc-ammersee-ein-peinlicher-gastgeber-t970.html

Mit einem Blick auf die Mannschaftsaufstellung unserer Gegner malte ich mir gute Chancen aus, obwohl wir nur zu Fünft angereist sind. Unser Brett 3 sagte „kurzfristig“ ab, was einen kampflosen Punkt für den SC Ammersee zur Folge hatte. Unser Brett 1 Dr. Ralf Ludwig traf mit Joachim Heinze auf einen bekannten und schwierigen Gegner. Joachim ist ein Garant für halbe Punkte und hierbei ist es egal, ob der Gegner 1300 oder 2000 DWZ hat. Ich kenne keinen anderen Schachspieler, der es so effektiv schafft, Schachpartien verflachen zu lassen. Will man als sein Gegner um jeden Preis trotzdem gewinnen, kommt es nicht selten vor, dass man überzieht und am Ende Joachim triumphiert. Nach vielen Partien im Blitz- und Schnellschach die ich gegen ihn ausgetragen habe, glaube ich die Lösung gefunden zu haben. Von Beginn an sollte man Stellungen anstreben, in welchen sich Joachim auf der Siegerstraße fühlt. Opfert man ein oder zwei Bauern, will er auf Gewinn spielen und ein Verflachen der Partie kommt praktisch nicht mehr in Frage. Dieses Vorgehen ist selbstredend nicht ohne Risiko, trug aber in vergangenen Partien gegen ihn reife Früchte.

Ralf hatte in seiner bisher noch kurzen Schachkarriere ziemlich oft das Vergnügen auf Joachim Heinze zu treffen und mehr als einmal war die Punkteteilung das logische Ergebnis. Wird er es diesmal schaffen, eine verwickelte Stellung aufs Brett zu bekommen? Ralf braucht den Häuserkampf mit brennenden Ruinen im Hintergrund. Auf einer grünen Wiese im Sommer Blümchen zu pflücken ist überhaupt nicht sein Fall. Sowohl das Wetter, als auch die Eröffnungsbehandlung von Ralf, spielten seinem Gegner in die Hände. Eine bis zum Schluss symmetrische Stellung mit frühem Abtausch aller Leichtfiguren + Damentausch war genau das, was Joachim wollte und er bekam es. An einigen Stellen hatte Ralf Chancen, für Ungleichgewichte zu sorgen, aber irgendwie kam er in seiner Partie überhaupt nicht richtig in Fahrt. Das Turmendspiel war einfach nur Remis, aber Ralf versuchte weiterhin irgendwelche studienhaften Wendungen zu finden.

An Brett 2 versuchte ich gegen Ernst Floeren von Beginn an äußerst kreativ zu spielen. Mit den schwarzen Steinen bekam ich einen Spanier vor die Nase. Tausende Schlachten habe ich mit dieser Eröffnung sowohl mit Weiß, als auch mit Schwarz geführt und fühlte mich so sicher, dass in mir die zweifelhafte Idee keimte, diese wunderbare Eröffnung mit den schwarzen Steinen neu zu erfinden. Es kam zu folgender Stellung:

Mein Gegner war am Zug und ich versuchte die mit den schwarzen Steinen verursachte Katastrophe mit einem Pokerface zu übertünchen. Ernst Floeren zog dann auch recht flott seinen Springer nach c3. „Nochmal Schwein gehabt!“, dachte ich. Lxc6, dxc6 gefolgt von Sxe5 und Weiß hat nicht einfach nur einen Bauern gewonnen, sondern auch noch das Zentrum komplett unter Kontrolle und das Spiel wäre nur noch in eine Richtung gelaufen. Nach der Partie zeigte ich meinem Gegner in der Analyse die verpasste Chance, aber so richtig warm wurde er damit nicht. Er meinte, dass die Entwicklung des Springers wichtiger sei, als ein Bauer. Ohne Verständnis für strategische Elemente wie etwa die Beherrschung des Zentrums, ist diese Antwort verständlich. Es ist übrigens bemerkenswert, dass gerade Schachspieler mit einer ewigen 1500 DWZ kein Aha-Erlebnis bei verpassten Chancen zeigen. Viel lieber wird abgewiegelt und ein schlechter Zug skurril begründet.  Endlich Wach vom Schock, ging es ziemlich interessant weiter. Es kam zu folgender Stellung:

Erst in der Heimanalyse und unter lautstarken Rufen von Stockfish 10 wurde mir klar, wie verdächtig diese Stellung ist. Der Computer will mittels h2-h4 und g2-g4 dem Treiben von Schwarz ein schnelles Ende setzen. Je mehr ich mich mit den Ideen hinter diesem direkten Angriff in der Analyse beschäftigte, desto klarer wurde das Bild. Das Angriffsmotiv ist wirklich interessant und an für sich recht einfach und einleuchtend. Einmal mehr wird mir klar, dass eine Schachpartie nicht nach Abschluss der Eröffnung beginnt, sondern alle Sinne vom ersten Zug an auf 100% laufen müssen. Weder mein Gegner, noch ich selbst haben diesen Angriff auch nur im entferntesten in Betracht gezogen. Wieder was gelernt.

Langsam aber sicher kam ich in Fahrt und fühlte mich ab der folgenden Stellung ziemlich wohl:

Nach der Partie teilte mir mein Gegner mit, dass er seinen Springer auf g4 richtig gut fand und auch sein Läufer auf d5 ganz toll stehen würde. Ich hingegen empfand das Feld g4 für den Springer fragwürdig und verwies auf das tolle Feld f5 für den Springer. Als Antwort bekam ich von meinem Gegner ziemlich ernüchternd, dass der Springer da nicht hin kann. 🙂 Tjo, dann muss man halt dafür sorgen, dass er da hin kann. Auch mit dem Läufer auf d5 kann ich mich aus weißer Sicht nicht wirklich anfreunden. Bei Bedarf kann Schwarz diesen Läufer abtauschen, aber solange dieser auf einen leeren Damenflügel blickt und nicht zur Verteidigung am Königsflügel herangezogen werden kann, stört er mich nicht.

Wenige Züge später erspähte ich in folgender Stellung taktische Chancen:

Ich zog die Dame nach h4 und war mir sicher, dass Schwarz klar besser steht. Gabeln wie g2-g3 führen den Weißen direkt ins Verderben. Mein Gegner sah das auch und konzentrierte sich nun aufs Verteidigen am Königsflügel. Dies gab mir Zeit, sämtliche Figuren in den Angriff zu koordinieren. Es kam zu folgender Stellung:

Ich muss hierzu sagen, dass mein Gegner sich bis zu gezeigter Stellung wirklich gut verteidigt hat und ein keinen direkten Weg fand, die Stellung aufzubrechen. Der weiße Springer zeigte sich beim Verteidigen von seiner besten Seite. Alle meine Versuche schienen erfolglos und es kam zu folgender Stellung:

In der Analyse meinte mein Gegner, dass er nun absolut sicher stehen würde und sich nun mit seiner Dame um den Damenflügel kümmern könnte. Auf den ersten Blick wirkt die weiße Stellung wirklich stabil. Die Schwäche der weißen Stellung liegt aber im Detail. So ist es der König, der hier ziemlich viel Deckungsarbeit verrichten muss. Sollte die Entscheidung am Damenflügel fallen, würde der weiße Turm auf h4 recht schwer einen Weg zu den Geschehnissen am Damenflügel finden. Schwarz würde hier mit einer Figur mehr spielen.

Nichtsahnend setzte Ernst Floeren nun seinen Plan in die Tat um und ich lockte seine Dame mit einem vergifteten Bauern vom Schutz des Königs weg. Es kam zu folgender Stellung:

Mein Gegner führte die letzten Züge auf ziemlich süffisante Art und Weise aus und hämmerte auch entsprechend laut auf die Schachuhr. Frei nach dem Motto:“Schaut alle auf mein Brett! Hier führt ein Siegertyp die weißen Steine!“. 🙂

Ja, Weiß kann nun einen Bauern gewinnen. Der Versuch die Bauern e6 und d5 mittels Dame d7 zu decken scheitert natürlich, da hierbei die Deckung des Bauern h4 aufgegeben werden müsste. Der Sinn hinter dem Opfer erschloss sich meinem Gegner erst, nachdem ich meine Dame zurück auf das Feld f6 stellte und nach seinem Schlagen des Bauern auf b5 a tempo meinen Läufer nach h6 zog:

Langsam dämmerte es meinem Gegner, dass das Ticket für den Damenausflug ziemlich teuer war. Die Drohung Txg4 liegt nun in der Luft. Die weiße Dame bekommt von dem Ungemach nicht viel mit. Wenige Züge später hatte ich dann auch meine Wunschstellung:

Vom stolzen Ausführen seiner Züge und dem erhabenen Hauen der Schachuhr war nichts mehr übrig. Nach längerer Überlegung schob mein Gegner dann seinen Bauern nach g5.

Die Idee hinter diesem Zug ist genauso verständlich wie verzweifelt. Nach Dxg5 will sich der weiße Springer noch einmal schützend mittels Sg4 vor den König werfen, aber nach Lg3 gefolgt von Dd2+ wird der weiße König trotzdem nicht Herr seiner Leiden. Ich entschloss mich, den Monarchen direkt zum Galgen zu führen und nahm den Springer raus (Lxh2). Als letzten Akt im Amt, schlug mein Gegner nun den Läufer mit dem König und nach Dxg5 kam es zu der Schlussstellung:

Weitere 7 Minuten sollten vergehen, bis mein Gegner die Uhr anhielt und mir zur Aufgabe die Hand reichte. Dieser Punkt war wichtig. Wirklich zufrieden war ich mit meiner Partie aber nicht. Mehr als einmal und recht früh hätte mein Gegner für einen anderen Ausgang sorgen können.

So stand es nun 1-1 im Mannschaftskampf. An Brett 6 spielte Sandy mit den schwarzen Steinen gegen Schottisch. Auch sie war auf Angriff gebürstet und wählte eine eigenwillige Fortsetzung, welche für Schärfe sorgte. Um jeden Preis wollte Sie auf Matt spielen und opferte hierzu etwas zu viel Material. Ihr Gegner hielt den Kasten sauber, wehrte die Angriffe ab und konterte selbst mit einem Angriff, welcher ihm den vollen Punkt bescherte.

So stand es nun 2:1 für den SC Ammersee.

Es liefen noch drei Partien und ein Blick auf die Bretter von Oliver und Andre ließ Freude aufkommen. Andre hatte seinen Gegner komplett im Griff und drohte diesen baldigst Matt zu setzen. Oliver hatte sich die Dame des Gegners einverleibt und stand ebenfalls komplett auf Gewinn. An unserem Brett 1 gab es ein Remisangebot von Joachim an Ralf. Als Mannschaftsführer teilte ich Ralf mit, dass er weiter kämpfen solle. In Anbetracht der wie schon zu Anfang erwähnten Remisstellung an seinem Brett eine ziemlich unrealistische Aufgabe. Ich warf Ralf hinterher, dass er selbst entscheiden kann. 🙂 Das Remis an Brett 1 war damit unter Dach und Fach.

Aktueller Stand: 2,5-.1,5 – Noch immer lag der SC Ammersee in Führung.

Alle Blicke richteten sich nun auf die Partien von Oliver und Andre. Während Oliver Dank Mehrmaterial überragend stand, machte ich mir trotzdem sorgen um seinen König. Die Grundreihe war schwach und in einem Moment der Unachtsamkeit könnte ihn sein Gegner eventuell doch noch Matt setzen. Während ich darüber nachdachte, schob Oliver einen Bauern nach vorne und verschaffte seinem König ein Luftloch. 🙂

Am Brett von Andre zog sich immer weiter der Knoten des Schicksals zu. Das Matt war unausweichlich. Wie auch in meiner Partie, ging die gegnerische Dame abseits der Geschehnisse auf Bauernjagd und konnte dem König nicht mehr rechtzeitig zur Hilfe eilen. Andres Gegner gab die Partie auf. Eine von Andre sehr schön gespielte Partie hat einen verdienten Sieger gefunden!

Damit stand es nun 2,5 zu 2,5. Es lag nun an Oliver, für eine kleine Sensation zu sorgen. In der Vergangenheit kam es schon mal vor, dass Oliver nach überragendem Spiel eine Partie einzügig wegwarf. Diesmal sollte aber alles anders laufen. Gewissenhaft führte Oliver seine Züge am Brett aus und sorgte für ordentlich Druck auf den gegenerischen König. Doch bevor es zum endgültigen Mattangriff kam, stellte Olivers Gegner einzügig einen Turm ein. Zu viel des Guten. Sein Gegner gab direkt auf.

Mit 2,5 zu 3,5 haben die Schachfreunde Topschach Gilching e.V. ihren ersten Mannschaftskampf seit Bestehen des Vereins gewonnen. Wir waren überglücklich! 🙂

Üblicherweise analysieren wir unsere gespielten Partien nach den Mannschaftskämpfen gemeinsam in lockerer Runde. Diesmal auch mit Feierlaune. 😉

Schachfreunde Topschach Erster Mannschaftssieg

So sehn Sieger aus….. 🙂

Mit Fürstenfeldbruck erwartet uns in der letzten Runde nochmal ein harter Brocken. Aber bis dahin wird gefeiert… 🙂

Bis bald…..

Euer Benny