GM Niclas Huschenbeth beim Isle of Man International Turnier

Runde 1: Gabriel Sargissian (2652) gegen Niclas Huschenbeth (2596)

SF Topschach Niclas Huschenbeth

In der ersten Runde traf unser Mitglied GM Niclas Huschenbeth mit GM Gabriel Sargissian auf einen richtig starken Gegner. Lange sah es nach einer verdienten Punkteteilung aus, jedoch hatte Sargissian ordentlichen Druck auf der c-Linie in Richtung des schwarzen Königs, welchem Niclas nur durch sehr genaues Spiel hätte standhalten können.

In der heutigen Runde 2 trifft Niclas nun auf einen etwas angenehmeren Gegner. Mit den weißen Steinen geht es gegen einen Landsmann Philipp Müller (2220 ELO) und wir sind gespannt, wie sich unser Großmeister gegen den Underdog präsentiert. 🙂

Schachtaktik zum Frühstück #17

Beim Durchschauen aktueller Partien fand ich in einer Partie eine bemerkenswerte Taktik, welche auf den ersten Blick nur recht schwer erkennbar ist (zumindest für mich). Mit Ch. Schneider (2215) gegen Roth (2032) saßen beim Berliner Lichtenberger Sommer 2017 in Runde 6 keine Meisterspieler am Brett. Und damit bestätigt sich wieder meine Ansicht, dass man die schönsten Taktiken meist in Amateurpartien findet. Deswegen mein Rat an alle die im Schach besser werden wollen > Schaut euch nicht nur die Partien der Weltklasse an, sondern werft einen Blick über den Tellerrand. Die schönsten Perlen müssen nicht unbedingt in den größten Muscheln stecken. 🙂

Weiß am Zug gewinnt!

Schachtraining in Geisenbrunn – Der Damenbauerisolani

Nachdem Ralf am letzten Donnerstag das Trainer-Zepter übernommen hatte, wollte auch André eine kleine Trainings-Session geben. Am gestrigen Donnerstag war es dann auch soweit und André hatte sich für das Thema „Isolani“ entschieden. Mit guten Beispielen wurde zunächst aufgezeigt, was ein Isolani überhaupt ist. Danach ging es auch schon ans Eingemachte und es galt, in vorgegebenen Stellungen den richtigen Weg zu finden. Der Schwerpunkt des Trainings lag im Spiel gegen den isolierten Damenbauern.

Im Kampf gegen einen Isolani wurden den Teilnehmern probate Mittel in die Hand gegeben, welche leicht zu erlernen sind und sich mit Sicherheit in der ein oder anderen Partie auszahlen werden. Natürlich ist ein Isolani nicht grundsätzlich etwas Schlechtes. Das man mit einem Isolani auch auf Vorteil spielen kann, gilt es nun in der Hausaufgabe (Partie Kamsky gegen Short PCA 1994) herauszufinden. Am Ende des Trainings haben wir noch etwas über die Nimzowitsch-Indische Verteidigung gefachsimpelt und kamen gemeinsam zu dem Konsens, dass Schwarz mit dieser Eröffnung irgendwie nicht so dicke im Geschäft ist.

Wieder mal ein schöner Abend und ein gutes Schachtraining. Vielen Dank an André für das interessante Thema und die Ausführung. 🙂

Schachtraining in der Sternwarte Gilching

Am letzten Donnerstag übernahm unser Ralf in der Sternwarte in Gilching das Schachtraining. Unter anderem wurde das doch recht schwierige Endspiel Dame + König gegen Turm + König mal mit und ohne Bauern trainiert. Bei dem anschließenden Schnellschachturnier konnte sich Kurt überzeugend den ersten Platz sichern.

Schachtraining Sternwarte

Leider konnte ich weder am Training, noch am Turnier teilnehmen. Als Alternative habe ich aber gegen den Schachcomputer Weltmeister von 1984 (dem Mephisto Glasgow Level 5) eine Partie gespielt und durch spannendes Opferspiel gewonnen. 🙂

Schachcomputer Weltmeister 1984 Mephisto Glasgow

Beim Vereinsabend am morgigen Donnerstag bin ich dann wieder mit dabei 😉

Der Start in unsere erste Saison in der B-Klasse Nord

Liebe Schachfreunde,

am 15.10.2017 starten wir in unsere erste Saison in der B-Klasse Nord im Schachkreis Zugspitze. Mit 3 Heim- und 4 Auswärtsspielen schickt uns das Losglück schon am 15.10.2017 nach Windach. Unter den gemeldeten Spielern von Windach II sind ein paar bekannte Gesichter, welche man nicht unterschätzen sollte.

Wird am Ende das Plus an Erfahrung das Windach II hat entscheidend sein? Mal schauen. Wir freuen uns auf diesen Kampf und ich persönlich bin gespannt, wer am Ende die Nase vorn haben wird.

Lehrgang zum Verbandsschiedsrichter in Rosenheim

Liebe Schachfreunde,

letzten Sonntag machten sich Ralf, Oliver und meine Wenigkeit recht früh auf den Weg nach Rosenheim. Es stand ein Lehrgang zum Verbandsschiedrichter auf dem Programm und laut Ausschreibung sollte es um ca. 9 Uhr losgehen. Also schnell noch nen Kaffee getrunken und losgefahren. Als wir pünktlich um ca. 9 Uhr angekommen sind, waren wir über die doch recht vielen Teilnehmer erstaunt.

Schachschiedsrichter Rosenheim

Nachdem uns Lehrgangsleiter  Simon Pernpeintner begrüßt hat und die 25,-€ Teilnahmegebühr kassierte, fanden wir ein gemütliches Plätzchen um den Worten des Referenten zu lauschen. Erwähnen möchte ich noch, dass in den Teilnahmegebühren auch ein warmes Essen und ein Getränk enthalten waren. Schöne Sache! Dafür gibts nen Like (Daumen hoch) 🙂

Schiedsrichter Simon Pernpeintner

Nun aber zum Seminar. Nachdem das aktuelle FIDE-Regelheft verteilt wurde, begannen wir mit dem Durcharbeiten jeder einzelnen in dem Heft definierten Regel. Das Durcharbeiten bestand allerdings zu 99% aus dem Vorlesen der jeweiligen Regel. Fallbeispiele gab es nur selten, aber dafür häufig recht komische Regelfragen von einigen anderen Teilnehmern. Während der Hinfahrt habe ich Ralf und Oliver genau dieses Szenario vorhergesagt. Bei Schiedsrichterlehrgängen gibt es immer ein paar Teilnehmer, welche den Referenten mit an den Haaren herbeigezogenen Begebenheiten an die Grenze treiben wollen. Im Laufe der folgenden Stunden haben sich diese Pappenheimer herauskristallisiert und zum Leidwesen der restlichen Teilnehmer mit immer skurrileren Fragen viel Zeit verplempert. Dies führte schließlich zu dem Umstand, dass aus Zeitmangel einzelne Fallbeispiele zu bestimmten FIDE-Regeln nicht behandelt wurden. Schade!

Schiedsrichter Lehrgang Teilnehmer

Ich habe ja schon einige Schiedsrichter-Lehrgänge in meinem Schachleben absolviert, aber nur selten kam ich mir so unvorbereitet auf die Prüfung vor. Ein paar Sachen haben sich im Laufe der Jahre geändert und Neues ist hinzugekommen. Ich finde es ist immer wichtig, Up to Date zu sein. Ich erinnerte mich auch noch gut daran, wie hinterlistig so manche Frage in der Prüfung war. 🙂

Schiedsrichter Lehrgang Material

Tjo,- und so kam es wie es kommen musste. Ein Stapel Fragen wurde ausgeteilt und mit 60 Minuten war die Prüfungszeit auf keinen Fall zu hoch angesetzt. Die meiste Zeit ging fürs Lesen der einzelnen Aufgaben drauf. Zwar gab es bei allen Fragen Multiple-Choice-Antworten und man musste „nur“ das Kreuz ins richtige Feld setzen, aber manche Fragen waren derart unkonkret gestellt, dass man zwischen einzelnen Antworten zu zweifeln begann.

Was auf den ersten Blick offensichtlich aussah, entpuppte sich bei genauerem Nachdenken als eine falsche Fährte. Irgendwann wusste man, dass man bei allzu einfachen Antworten sich immer sagen muss „So einfach kann die Antwort nicht sein. Da muss irgendwo ein Hund vergraben sein und Du musst ihn finden!„.

Dann war auch schon die Stunde vorbei und es ging ans Abgeben der Prüfungsunterlagen. Nochmal schnell durchgeblättert um zu schauen, dass man keine Seite vergessen hat und ab damit. Was ich jetzt nicht richtig beantwortet habe, werde ich auch in 10 Minuten nicht mehr richtig beantworten. Ralf und Oliver folgten mir, während einige andere noch kräftig am Brüten waren. Auch wenn die Stunde schon vorbei war, können einige Probanden dem Seminarleiter für das großzügige Auslegen von 60 Minuten mit Sicherheit dankbar sein. 🙂

Die Rückfahrt ging dann auch recht flugs, da wir mit den Prüfungsaufgaben genügend Gesprächsstoff hatten. Hier ein kleiner Fehler und dort eine kleine Ungenauigkeit. Genau wir beim Schachspielen.

Abschließend bin ich mir nicht wirklich sicher, ob ich nochmal einen Sonntag für so einen Lehrgang opfern würde (kommt wohl darauf an, ob wir bestanden haben oder nicht). Ich kann aber jedem Schachspieler empfehlen, mindestens einmal ein Schiedsrichterseminar besucht zu haben. Auch wenn man nicht unbedingt Schiedsrichter im Schach werden möchte, gibt so ein Lehrgang einem Schachspieler zusätzliche Sicherheit in den eigenen Turnierpartien. Man braucht sich keine Sorgen zu machen, am Brett irgendeinen Regel-Fehler zu begehen und hat gleichzeitig gute Mittel in der Hand, einem Gegner der die Regeln nicht kennt die Grenzen zu zeigen.

Im November soll dann auch einen Lehrgang zum Regionalen Schiedsrichter stattfinden. Aber dazu später mehr.

Soweit mein kurzer Bericht vom Lehrgang zum Verbandsschiedsrichter.

Bis bald

Euer Topschach Benny 😉

UPDATE: Starnberger Stadtmeisterschaft 2017

Liebe Schachfreunde,

kurz vor Turnierbeginn haben sich nun doch noch einige mutige Recken bei der Starnberger Stadtmeisterschaft angemeldet. Hier die aktuelle Teilnehmerliste:

Stadtmeisterschaft Starnberg 2017 Update

Das obere Feld ist ausgewogen stark, was auf jeden Fall einen spannenden Kampf um den ersten Platz verspricht. Bis kommenden Freitag (22.09.2017) besteht weiterhin die Möglichkeit, sich anzumelden.

>>> Zur Anmeldung <<<

>>> Zur Teilnehmerliste <<<

Selbstverständlich werde ich nach jeder Runde einen kurzen Bericht schreiben.

Euer Topschach Benny

Schachtaktik zum Frühstück #16

Taktische Möglichkeiten bieten sich oftmals schon während der Eröffnungsphase an. Doch während wir uns um Entwicklung, Zentrum und Königssicherheit kümmern, schläft unser taktisches Auge. In der folgenden Aufgabe kann Weiß direkt zum taktischen Schlag ansetzen und seinen Gegner zur Aufgabe zwingen. Ein typisches Motiv, welches wir uns unbedingt merken sollten. Gespielt wurde die Partie am 26.08.2017 in St. Petersburg zwischen Potkin (2574) und Apryshko (2337).

Weiß am Zug gewinnt!

Starnberger Stadtmeisterschaft 2017 – Quo vadis?

Liebe Schachfreunde,

wie jedes Jahr, veranstaltet der SC Starnberg auch in diesem Jahr die Starnberger Stadtmeisterschaft. Ich habe diese einige Male mitgespielt und fand es immer schön, auf bekannte Gesichter zu treffen und sich auf die jeweiligen Gegner vorzubereiten. Mit jedem Jahr wurden es aber immer weniger Teilnehmer und nur der harte Kern blieb übrig. Auch dieses Jahr habe ich mich angemeldet, aber muss ich zugeben, dass es mir mittlerweile schwer fällt, mich für die ewig selben Gegner zu begeistern.

Was ist nur los in unserem Schachkreis? Werfen wir einen Blick auf die aktuellen Anmeldungen (Stand 12.09.2017)

Gerade mal 9 Schachfreunde konnten bisher für eine Teilnahme an diesem Turnier begeistert werden! Werfen wir nun einen Blick auf die Mitgliederliste des ausrichtenden Vereins SC Starnberg:

Mit 73 Mitgliedern ist dieser Verein einer der mitgliederstärksten Vereine in unserem Schachkreis. Wie kann es sein, dass von diesen 73 Mitgliedern noch nicht einmal 10% an dieser Stadtmeisterschaft teilnehmen? Ich denke hier spielen viele Faktoren eine Rolle und ich möchte ein paar davon nennen.

Zunächst muss man einfach feststellen, dass unser Schachsport mehr und mehr von Einzelkämpfern durchwandert wird. Teamgeist wird heutzutage nur noch in den wenigsten Vereinen groß geschrieben. Die Mehrheit stellt sich nicht die Frage, was sie als Mitglied für ihren Verein tun kann, sondern was der Verein für sie selbst tun kann. So hört man sehr oft von Mitgliedern, dass die private Zeit sehr knapp ist und man höchsten einmal im Monat an einem Sonntag beim Mannschaftskampf spielen könne.

Sind die Zeiten wirklich vorbei, in welchen der Zusammenhalt im Verein wichtig war? Ein Verein steht und fällt mit der Aktivität seiner Mitglieder und manchen fällt es offenbar wirklich schwer, einfach mal etwas für den Verein zu machen und nicht nur für sich selbst. Die Stadtmeisterschaft in Starnberg ist eine gute Chance, für einen Traditionsverein wie den SC Starnberg Werbung zu machen. Aber auch andere Vereine im Schachkreis haben die Chance, sich bei diesem Turnier zu präsentieren.

Zusammenhalt und Aktivität! Genau diese beiden Dinge habe ich als Mitglied in meinen bisherigen Vereinen vermisst. Dies waren unter anderem auch die Gründe, warum sich die Schachfreunde Topschach Gilching entschlossen haben, selbst einen Verein zu gründen und es besser zu machen. Ein Schachverein ist einfach mehr, als nur eine Akte im Schrank oder eine Rangliste beim Schachbund.

Kommen wir nun zu weiteren Gründen, welche eventuell gegen eine Teilnahme an der Starnberger Stadtmeisterschaft sprechen. Hier fällt ganz klar die Location ins Gewicht. Die tristen Räumlichkeiten im Untergeschoss des Krankenhauses in Starnberg wirken eher abschreckend, als einladend. Ein Kaffeeautomat ist gefühlte 200 Meter ein Stockwerk höher verfügbar und auch Raucher müssen minutenlang in Richtung Ausgang wandern, um Ihrer Sucht zu frönen. Der Spielort wirkt steril und kalt und ist definitiv kein Ort der Geselligkeit.

Auch hier kann ich mir nicht vorstellen, dass es in ganz Starnberg keine Alternative gibt.

Ein weiterer Punkt ist die Werbung für die Stadtmeisterschaft. Nur über drei Ecken habe ich mitbekommen, dass diese demnächst stattfindet. Nicht jeder schaut täglich auf die Webseite des SC Starnberg und eventuell sollte man einfach mal aktiver für die Stadtmeisterschaft werben.

Sollte sich an der Teilnehmerliste nichts Wesentliches ändern, bin ich mir nicht sicher, ob ich in den sauren Apfel beißen werde und mitspiele.

Ich glaube jeder der bisherigen Teilnehmer und auch der Veranstalter würde sich freuen, wenn sich so kurz vor Beginn noch der eine oder andere finden würde, der die Stadtmeisterschaft mit seinen Partien bereichert. Unter folgendem Link kann man sich direkt anmelden:

Anmeldung zur Stadtmeisterschaft beim SC Starnberg

Die komplette Ausschreibung und Infos zu den Spieltagen gibt es hier

Ich hoffe, dass dieses Turnier wieder zur alten Stärke zurückfindet und sich die Schachspieler aller Vereine wieder bewusst werden, dass !zusammen! Schach spielen mehr Spaß macht, als alleine Schach spielen. 🙂

Euer Topschach Benny

Schachtaktik zum Frühstück #15

Gerade in Schnellschachpartien ist ein gutes taktisches Auge unglaublich wichtig. In der Schnellschach-Partie zwischen Artemiev (2692) und Lintchevski (2569), gespielt in St. Petersburg am 27.08.2017, fand Weiß eine hübsche taktische Entscheidung. Findest Du sie auch?

Weiß am Zug gewinnt!